Diego stinksauer: Werder verbietet Olympia-Teilnahme
zuletzt aktualisiert: 09.07.2008 - 10:35Bremen (RPO). Dicke Luft beim Bundesligisten Werder Bremen: Der brasilianische Nationaltrainer Carlos Dunga hat die Nominierungen für die Olympischen Spiele in Peking bekannt gegeben. Auf seiner Liste stehen neben Bayerns Breno und Schalkes Rafinha auch Werders Star-Kicker Diego.
Der Brasilianer freut sich über seine Nominierung und möchte unbedingt an dem Mega-Sport-Event teilnehmen. Doch wie es scheint, macht ihm sein Verein einen Strich durch die Rechnung.
Der Sport-Anwalt Christoph Schickhardt warnt in der "Bild-Zeitung" vor solchen Alleingängen: "Wer ohne Genehmigung des Vereins an Olympia teilnimmt, spielt mit dem Feuer. Es kann als Arbeitsverweigerung ausgelegt werden. Konsequenzen können Gehalts-Stopp und Schadensersatzforderungen sein."
Nach Informationen der "Bild" wolle sich der Sportchef Klaus Allofs nicht öffentlich zu dem Thema äußern. Alles was zu sagen ist, berede man mit Diego unter vier Augen. Das klärende Gespräch soll am kommenden Montag stattfinden.
Diego würde fast die komplette Saison-Vorbereitung versäumen und sowohl beim DFB-Pokalspiel als auch bei den ersten beiden Liga-Spielen fehlen. Die Hanseaten haben das Recht, den Brasilianer für das Olympische Fußballturnier nicht frei zustellen, da dieser Termin nicht im Fifa-Kalender vermerkt ist. Wenn sich Diego weigert und doch nach Peking abhaut, könnte Werder den Spieler über die Fifa sperren lassen.
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