Hamburg macht Bremen Konkurrenz: Zoff um Carlos Alberto
zuletzt aktualisiert: 22.06.2007 - 10:24Düsseldorf (RPO). Eigentlich schien der Transfer von Carlos Alberto zu Werder Bremen schon in trockenen Tüchern zu sein. Doch jetzt haben die Bremer wieder Konkurrenz bekommen: Der Hamburger SV hat im Transferpoker nachgezogen.
Bremens Manager Klaus Allofs bewertet den Transfer als "völlig offen", obwohl sich der Spieler, laut Allofs, bereits zu Bremen bekannt habe. Ein Grund für diese Einschätzung ist, dass die Transferrechte bei der Londoner Agentur Media Sports Investment (MSI) liegen. Diese sind an einem möglichst hohen Gewinn interessiert.
Hier kommt der HSV ins Spiel. Laut Werder-Boss Jürgen L. Born sollen diese den Preis für Alberto in den letzten Wochen enorm in die Höhe getrieben haben. Man munkelt, dass Hamburg inzwischen rund Acht Millionen Euro für den Brasilianer bietet. Auch Allofs spricht von großen Anstrengungen des Nord-Rivalen, er formuliert es so: "Mit Geld kann man manchmal alles regeln."
Hamburgs Sportchef Dietmal Beiersdorfer hat diese Aussagen mit Verwunderung und Verärgerung zur Kenntnis genommen. "Ich hatte am Dienstag noch ein freundschaftliches Telefonat mit Klaus Allofs. Insofern überrascht mich das. Solche Dinge hatte Werder bislang nicht nötig und es steht ihnen auch nicht gut zu Gesicht", sagte Beiersdorfer dem kicker.
Dass der HSV um den 22-Jährigen mitbietet, dementiert Beiersdorfer hingegen nicht, gleichzeitig stellt er jedoch klar, dass "von Preistreiberei keine Rede sein kann." Die Parameter eines möglichen Wechsels seien seit Wochen nicht verändert worden. Außerdem sei man "ohnehin nur an einem Leihgeschäft interessiert."
Wohin Alberto letztlich wechseln wird, ist momentan noch völlig offen, da anscheinend auch ausländische Klubs mitbieten. Das Verhältnis zwischen Werder und dem HSV wird sich durch das Transfer-Gerangel derweil nicht entspannen.
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