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| 19.36 Uhr

Luhukay-Nachfolger
Hannes Wolf wird neuer Trainer des VfB Stuttgart

Stuttgart - Braunschweig
Stuttgart - Braunschweig FOTO: dpa, mut hak
Stuttgart. Ein "Nobody" soll den VfB Stuttgart zurück in die Bundesliga führen: Hannes Wolf wird neuer Trainer des schwäbischen Traditionsklubs. Dies bestätigte der VfB am Dienstagabend nach dem 2:0-Sieg im Meisterschaftsspiel gegen Tabellenführer Eintracht Braunschweig.

"Wir freuen uns, dass wir Hannes Wolf verpflichten konnten", sagte Stuttgarts Sportvorstand Jan Schindelmeiser: "Wir glauben, dass er auf Strecke der richtige Mann für uns ist." Wolf wird schon am Mittwoch erstmals das Mannschaftstraining leiten und soll dann im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell als VfB-Coach vorgestellt werden.

Der 35-Jährige, bislang Coach der U19 von Borussia Dortmund, stach bei der Suche nach einem Nachfolger für den am vergangenen Donnerstag beim Zweitligisten zurückgetretenen Jos Luhukay weitaus prominentere Kandidaten wie Markus Gisdol oder André Breitenreiter aus.

Wolf hatte mit den Dortmunder A-Junioren in der abgelaufenen Saison den deutschen Meistertitel geholt, nachdem ihm dies bereits zweimal mit der U17 des BVB gelungen war. Der gebürtige Bochumer, der als Spieler nie höher als in der Oberliga (1. FC Nürnberg II) aktiv war, gehört zu den größten Trainer-Talenten Deutschlands.

Vorgänger Luhukay hatte den VfB mit seinem Rücktritt nach nur 121 Tagen Amtszeit vier Monate nach dem Bundesliga-Abstieg erneut in schwere Turbulenzen gestürzt. Der Niederländer, der beim fünfmaligen deutschen Meister erst am 17. Mai mit dem Ziel direkter Wiederaufstieg angetreten war, hatte zermürbt vom öffentlichen Zwist mit Sportvorstand Jan Schindelmeiser aufgegeben.

Von den ersten vier Spielen hatte der VfB zwei verloren, schwerer als die sportliche Enttäuschung wogen allerdings die Störungen zwischen Luhukay und Schindelmeiser. Der Coach war offenbar mit den durch den Sportvorstand getätigten späten Neuverpflichtungen Carlos Mané, Takuma Asamo und Benjamin Pavard alles andere als einverstanden.

Unter Interimscoach Olaf Janßen gelangen gegen Kaiserslautern und Braunschweg zwei Sieg. Der frühere Kölner Bundesliga-Profi, bislang Assistent von Luhukay, kam aber als Nachfolger seines Chefs nicht in Frage. Ob Wolf das Trio übernimmt, ist noch offen.

Schon am Dienstagmorgen hatte sich eine Überraschungslösung in der Trainerfrage abgezeichnet - ein Trio mit BVB-Anstrich wurde gehandelt. Als aussichtsreicher Anwärter neben Wolf galt Daniel Farke (39), der derzeit die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund in der Regionalliga West trainiert. Auch David Wagner (44), früherer Coach der Dortmunder Reserve war offenbar in der Verlosung, war aber wohl vom englischen Zweitliga-Tabellenführer Huddersfield Town kaum loszueisen.

(old/sid)
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