2. Bundesliga 16/17 2. Bundesliga
| 09.21 Uhr

4:2 in Frankfurt
Kramny feiert mit Stuttgart vierten Sieg in Serie

Kramny grätscht Didavi beim Torjubel um
Kramny grätscht Didavi beim Torjubel um FOTO: dpa, fdt hpl
Frankfurt/Main. Jürgen Kramny hat eine besondere Eigenschaft. Der Trainer des VfB Stuttgart redet außergewöhnlich schnell - aber was dann dabei herauskommt, ist meist betont sachlich, wohl überlegt und manchmal sogar etwas bieder. Am Samstag hat seine Mannschaft in der Fußball-Bundesliga zum vierten Mal nacheinander gewonnen.

Der VfB siegte mit 4:2 (2:0) bei Eintracht Frankfurt und geht jetzt mit viel Selbstvertrauen in das DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Borussia Dortmund (Dienstag, 20.30 Uhr/Live-Ticker). "Wir sind auch da nicht chancenlos", sagte Kramny knapp.

Die Stuttgarter sind aktuell die Mannschaft der Stunde in der Liga. Niemand sonst im Abstiegskampf spielt mit so viel Tempo und auch fußballerisch auf so einem hohen Niveau. Zehn Punkte beträgt der Vorsprung auf Platz 18 jetzt. Und wer diesen VfB in Frankfurt kombinieren und kontern sah, fragt sich: Wie konnte dieses Team noch Mitte Dezember Tabellenletzter sein?

Die Antwort darauf hat offensichtlich viel mit dem Wechsel von Alexander Zorniger zu Kramny zu tun. Der neue VfB-Trainer ist wohl auch deshalb so erfolgreich, weil er sich so sehr vom alten unterscheidet. Bei Zorniger war immer die Frage, was nun brachialer ist: Seine Rhetorik, mit der er teilweise auch die eigenen Spieler brüskierte? Oder seine Taktik, die Woche für Woche die eigene Abwehr entblößte?

Über Kramny dagegen sagte der Stuttgarter Sportvorstand Robin Dutt am Samstag: "Er nimmt sich selbst nicht so wichtig. Dementsprechend fühlen sich alle in seiner Umgebung sehr wichtig."

In Frankfurt wurde jeder gefragt, was sich unter Kramny alles verändert habe. Die Antwort war immer gleich. "Wir haben jetzt eine gute Balance", sagte Daniel Didavi, mit einem Tor und einer Gelb-Roten Karte mal wieder auffälligster Spieler. "Dass wir vorne die Qualität haben, um drei, vier Tore zu schießen, wussten wir immer. Aber wir waren zu anfällig. Jetzt sind wir viel stabiler."

Der VfB hat nun eine ideale Ausgangsposition vor dem Pokalspiel gegen Dortmund. "Wir werden jetzt keine Kampfansage an Dortmund heraushauen. Aber wir werden uns auch nicht kleiner machen, als wir sind", sagte Dutt.

(dpa)
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