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| 10.34 Uhr

Stuttgart reist nach Berlin
Harniks Glück soll auch dem VfB die Wende bringen

Bundesliga 16/17: Unsere Tipps zum 14. Spieltag
Bundesliga 16/17: Unsere Tipps zum 14. Spieltag FOTO: RPO
Stuttgart. Bei Martin Harnik ist in der EM-Qualifikation der Knoten geplatzt. Der VfB Stuttgart hofft, dass es in der Bundesliga so weitergeht für den Österreicher.

Eine scharfe Hereingabe von links, Martin Harnik muss am langen Pfosten nur den Fuß hinhalten - und tatsächlich: Der Ball ist drin, 4:0 für Österreich gegen Schweden. Beim VfB Stuttgart mögen sie sich in diesem Moment gedacht haben: Warum macht er das nicht bei uns? Gleich zwei Toren hat Harnik beim 4:1 der Nationalmannschaft auf dem Weg zur EM 2016 in Frankreich erzielt - für seinen Klub aber in dieser Saison noch keines.

Mit drei Niederlagen und einer Bilanz von 4:10 Toren ist der VfB in die Saison gestartet, unter anderem, weil die Stürmer trotz bester Chancen vorne nicht so viele Tore schießen, wie die Mannschaft hinten reinbekommt. Beim 1:4 gegen Eintracht Frankfurt etwa brachte Harnik nach einer scharfen Hereingabe von links den Ball aus zwei Metern nicht ins Tor - er lenkte ihn drüber.

Der erfolgreiche Ausflug zur Nationalmannschaft könnte die Wende einleiten. Für Harnik, und für den VfB. "Martin Harnik haben die Erfolgserlebnisse gutgetan, das hat man bei seiner Rückkehr gespürt", berichtete Trainer Alexander Zorniger am Donnerstag. "Ich denke schon, dass uns die EM-Qualifikation hilft", betonte Florian Klein, rechts hinten verteidigender Kollege von Harnik im Nationalteam und im Verein.

Erwünscht wäre dies schon am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) bei Hertha BSC, wo der VfB Stuttgart auf den aussortierten Vedad Ibisevic trifft. Erfolge mit der Nationalmannschaft - schön und gut, sagt Mannschaftskapitän Christian Gentner, aber "ab jetzt bereiten wir uns optimal auf die Hertha vor, das ist das, was zählt". Vier Pleiten in den ersten vier Spielen wären ein Novum in der Bundesliga-Geschichte des VfB.

Mitten in der aktuellen Krise muss der VfB allerdings auf Torhüter Nummer drei zurückgreifen. Mitch Langerak verletzt, Przemyslaw Tyton nach dem zweiten verursachten Elfmeter in dieser Saison mit Gelb-Rot gesperrt - nun soll es Odisseas Vlachodimos hinter der bislang arg unorganisierten Abwehr rausreißen. "Odi bekommt jetzt die Möglichkeit, sich zu zeigen", betont Zorniger.

Zum Einsatz kommen wird wohl auch der Bosnier Toni Sunjic (26), der kurz vor Transferschluss für drei Millionen Euro vom russischen Erstligisten Kuban Krasnodar kam. Er soll mit Timo Baumgartl die Innenverteidigung bilden. Zornigers Ziel ist eine Stabilisierung der Defensive. "Wir haben unsere Konsequenzen gezogen aus den letzten Spielen. Wir können nicht ignorieren, dass wir zehn Gegentore bekommen haben", sagte er am Donnerstag.

Das soll nun aber nicht heißen, dass Zorniger von seinem taktischen Konzept groß abweicht, mitnichten. "Wir werden unter keinen Umständen den Weg verlassen, aber wir werden nachjustieren." Kompakter will der VfB also stehen. Und vorne ein Tor mehr schießen, als er hinten reinbekommt.

(sid)
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