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| 18.08 Uhr

VfB Stuttgart
Schmidt und Garcia legen Aufsichtsrats-Mandate nieder

VfB Stuttgart sucht neue Aufsichtsratspitze
Joachim Schmidt ist zurückgetreten. FOTO: dpa, frk fpt nic
Stuttgart. Mit ihrer verweigerten Entlastung für den Aufsichtsrat haben die Mitglieder des VfB Stuttgart mit leichter Verzögerung für personelle Konsequenzen gesorgt. Die beiden Führungskräfte des ursprünglich fünfköpfigen Kontrollgremiums sind zurückgetreten.

Die Aufsichtsratsführung des VfB Stuttgart hat ihre Ämter mit sofortiger Wirkung aufgegeben. Wie der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga am Dienstag mitteilte, informierten der bisherige Vorsitzende Joachim Schmidt und sein Stellvertreter Eduardo Garcia die Vereinsgremien am Montag über ihren Schritt.

VfB-Präsident Bernd Wahler zollte Schmidt und Garcia in einer Presserunde am Nachmittag im Clubzentrum "großen Respekt". Das operative Geschäft sei von diesen Rücktritten nicht tangiert. Auch der jetzige Aufsichtsrat mit noch drei Mitgliedern sei "voll handlungsfähig". Wahler räumte ein, dass der Club mit den beiden ehemaligen VfB-Profis und Nationalspielern Karl Allgöwer und Thomas Hitzlsperger über ein Engagement in diesem Kontrollgremium verhandelt habe. Beide hätten aber abgelehnt.

Sportvorstand Robin Dutt äußerte ebenfalls "großen Respekt" dafür, dass Schmidt und Garcia mit ihrem Schritt "einem Neuanfang nicht im Wege stehen wollen". Er wertete es als "ein Zeichen von Stärke", dass sie aus dem deutlichen Votum bei der Mitgliederversammlung ihre Konsequenzen gezogen hätten. Am Sonntag hatten 71,3 Prozent der abstimmenden Mitglieder dem Aufsichtsrat für dessen Arbeit im Jahr 2014 die Entlastung verweigert.

Dutt betonte, dass der VfB seine Umstrukturierung fortsetzen werde: "Wir müssen alte Muster aufbrechen." Wahler wies darauf hin, seit seiner Amtsübernahme vor zwei Jahren "haben wir jeden Stein umgedreht. Wir sind auf dem richtigen Weg." Er habe bei der Hauptversammlung "eine positive Stimmung" gegenüber dem neuen Vorstand gespürt.

"Ich ziehe damit die Konsequenz aus der nicht erfolgten Entlastung des Aufsichtsrats bei der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart am letzten Sonntag", gab Schmidt als Begründung für seinen Rückzug an.
"Offensichtlich wollte ein großer Teil der anwesenden Mitglieder einen personellen Neuanfang, dem möchte ich nicht im Wege stehen." Der VfB-Ehrenratsvorsitzende Hermann Ohlicher bedankte sich bei Schmidt und Garcia für deren langjähriges Engagement.

Nach diesen beiden Rücktritten bilden Hartmut Jenner, Wilfried Porth und Martin Schäfer den VfB-Aufsichtsrat. Der Verein teilte mit, dass das Kontrollgremium "in dieser Besetzung satzungsgemäß bis zur nächsten Mitgliederversammlung voll beschlussfähig" sei.

Die nächste Hauptversammlung ist bislang für Juni 2016 geplant. Bei der Versammlung am vergangenen Sonntag hatten nur 28,7 Prozent der abstimmenden Mitglieder für eine Entlastung des bisherigen Aufsichtsrates votiert.

(dpa)
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