2. Bundesliga 16/17 2. Bundesliga
| 13.22 Uhr

Schlusslicht der Bundesliga
Stuttgart will jetzt die Big Points holen

Porträt: Huub Stevens: Bundesliga-Hopper mit Oranje-Gen
Porträt: Huub Stevens: Bundesliga-Hopper mit Oranje-Gen FOTO: dpa, bt hpl
Stuttgart/Wolfsburg. Für den taumelnden VfB Stuttgart rückt der erste Absturz in die Zweite Liga seit vier Jahrzehnten immer näher. Von Panik ist trotz der prekären Lage aber noch nichts zu spüren. "Wir sind psychisch stark", beteuerte Sportvorstand Robin Dutt vor dem nächsten Schlüsselspiel am Sonntag gegen seinen Ex-Club Werder Bremen.

"Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen, dann werden wir die big points holen." Im Moment fehlen dem Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga bereits fünf Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz.

Selbst den Sprung auf den Relegationsrang streben die Stuttgarter seit nunmehr acht Spieltagen vergeblich an. Und so ruhen die Hoffnungen der VfB-Akteure auf ein glückliches Ende dieser nervenaufreibenden Zittersaison auf dem vermeintlich leichteren Restprogramm mit vier Heimpartien. Nach den wohl bereits geretteten Bremern gastieren die ebenfalls noch gefährdeten Konkurrenten SC Freiburg, FSV Mainz 05 und Hamburger SV. "Jetzt kommen die Spiele auf Augenhöhe, da müssen wir da sein", sagte Stürmer Daniel Ginczek.

Am Finaltag könnte die Partie beim aktuellen Vorletzten SC Paderborn sogar über das Schicksal beider Vereine entscheiden - wobei der Abstieg den Traditionsverein sportlich und finanziell wesentlich härter treffen würde. Von diesem Schreckensszenario spricht zumindest öffentlich keiner der VfB-Verantwortlichen.

Nach der vorhersehbaren 1:3 (1:1)-Niederlage beim Champions-League-Anwärter VfL Wolfsburg durch Tore von Martin Harnik (44.) für den VfB sowie Ricardo Rodriguez (41./Foulelfmeter, 65.) und André Schürrle (76.) ist der Fokus voll auf Werder gerichtet.

Bundesliga: Das Restprogramm der Abstiegs-Kandidaten FOTO: dpa, Carmen Jaspersen

"Für uns geht es darum, mit einem Erfolg im nächsten Heimspiel gegen Bremen den Anschluss an die Teams auf den Nichtabstiegsplätzen zu halten", forderte Kapitän Christian Gentner. Trainer Huub Stevens versicherte: "Wir können für die nächste Aufgabe gegen Bremen auf der ersten Hälfte aufbauen." Dutt, im vergangenen Oktober beim damaligen Schlusslicht Werder als Trainer entlassen, zeigte sich zuversichtlich: "Ich denke, da werden wir unseren Dreier machen."

Garantie gibt es angesichts der eklatanten und nur schwer erklärbaren Heimschwäche dafür ebenso wenig wie für die bitter notwendigen Erfolge in den folgenden drei Heimpartien. Mit nur zwei Siegen und drei Remis weist der VfB die mit Abstand schwächste Bilanz zu Hause auf. Immerhin demonstrierten die Stevens-Schützlinge zuletzt beim befreienden 3:1 gegen Eintracht Frankfurt, dass es geht.

Gegen Bremen soll der nächste Schritt Richtung Klassenerhalt gelingen. Läuft es optimal für das Schlusslicht, winkt sogar das Vorrücken auf den Relegationsrang. Mehr erscheint angesichts der seit Monaten unzulänglichen Leistungen auch kaum machbar zu sein.

"Viele Punkte sind nicht mehr zu vergeben, die Spiele werden weniger", kommentierte Stürmer Daniel Ginczek die schwierige Lage des VfB, die sich durch den 1:0-Sieg der Freiburger gegen Köln weiter zugespitzt hat.

(dpa)
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