2. Bundesliga 17/18 2. Bundesliga
| 22.28 Uhr

Rettungsmission beim Zweitligisten
Robin Dutt neuer Trainer beim VfL Bochum

Robin Dutt – Halb-Inder, Trainer, Funktionär
Robin Dutt – Halb-Inder, Trainer, Funktionär FOTO: dpa, Dominique Leppin
Der VfL Bochum hat dank einer Energieleistung bei der Premiere von Interimstrainer Heiko Butscher den ersten Erfolg im Jahr 2018 eingefahren. Am Sonntag gab der VfL dann die Verpflichtung von Robin Dutt als neuem Trainer bekannt.

Mit dem ehemaligen DFB-Sportdirektor Robin Dutt als Trainer will der VfL Bochum die Chaostage beenden und den Absturz in die Drittklassigkeit verhindern. Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist verpflichtete am Sonntag den 53-jährigen Dutt, nachdem sich der Tabellen-14. am vergangenen Mittwoch sowohl von Trainer Jens Rasiejewski als auch von Sportvorstand Christian Hochstätter getrennt hatte.

"Ich freue mich sehr, Teil des neuen Teams um Sportvorstand Sebastian Schindzielorz zu sein", sagte Dutt: "Gemeinsam mit Heiko Butscher, den ich bereits aus Freiburg kenne und schätze, und dem gesamten Trainerteam werden wir alles dafür tun, um eine Aufbruchstimmung zu erzeugen und die nötigen Ergebnisse zu erzielen."

Die Trainerwechsel der Saison 2017/18 FOTO: dpa, cdt jai nic

Butscher, der das Team am Freitag beim erlösenden Sieg gegen Darmstadt 98 (2:1) interimsweise betreut hatte, wird Co-Trainer unter Dutt. "Ich weiß nicht, wer es wird. Aber ich wünsche mir, dass er für Bochumer Fußball steht. Diese Identität darf nicht verloren gehen", hatte Butscher nach dem Darmstadt-Spiel erklärt.

Für den neuen Sportvorstand Schindzielorz gab vor allem die Erfahrung Dutts den Ausschlag. Er sei sein "Wunschkandidat" gewesen. "Robin Dutt kennt sowohl die Bundesliga als auch die 2. Liga und hat unter Beweis gestellt, dass er auch in kritischen Situationen jemand ist, der Lösungen parat hat, um erfolgreich zu sein. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit ihm den Klassenerhalt schaffen werden", sagte Schindzielorz.

Bochum - Darmstadt: Die Bilder des Spiels FOTO: dpa, mku scg

Der 53-jährige Dutt hatte in seiner Trainerlaufbahn die Bundesligisten SC Freiburg, Bayer Leverkusen und Werder Bremen betreut. Von August 2012 bis Mai 2013 arbeitete der gebürtige Kölner als Sportdirektor beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Zuletzt war Dutt als Vorstand Sport beim VfB Stuttgart tätig und stieg mit den Schwaben 2016 ab.

Sportlich waren die Bochumer schon am Freitag in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Zumindest ein bisschen. Trotz des Sieges hängt der Klub seinen eigenen Ansprüchen weit hinterher - eigentlich war der VfL als einer der Aufstiegskandidaten gehandelt worden.

"Die Mannschaft hat alles reingelegt heute. Sie hat einen sehr guten Charakter, das hat sie gezeigt. Ich bin wahnsinnig stolz auf die Jungs", hatte Butscher erkärt, nachdem die Bochumer endlich wieder einmal das gezeigt hatten, was die Fans sehen wollen: Leidenschaft und Moral.

"Ich habe versucht, die Spieler zu motivieren und für die Situation zu sensibilisieren", betonte Butscher, der noch keine A-Lizenz hat, aber die ihm gestellte Aufgabe mit Bravour meisterte. Nun wird er hinter Dutt wieder ins zweite Glied zurückkehren. Die offizielle Vorstellung Dutts soll am Montag erfolgen.

(sid/ako)
 
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