1. Bundesliga 16/17
| 10.59 Uhr

Kommunikation mit Hecking besser
Kruse stichelt gegen Ex-Coach Favre

Fotos: Max Kruse beim VfL Wolfsburg vorgestellt
Fotos: Max Kruse beim VfL Wolfsburg vorgestellt FOTO: dpa, jol jai
Wolfsburg. Max Kruse hat sich nach seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach zum VfL Wolfsburg einen Seitenhieb gegen seinen früheren Trainer Lucien Favre nicht verkneifen können. Der Nationalspieler ließ in einem Interview Probleme in der Kommunikation mit dem Schweizer durchblicken.

Auf die Frage, wo die Unterschiede zwischen seinem neuen Coach Dieter Hecking und Favre lägen, antwortete Kruse, der Gladbach dank einer Ausstiegsklausel für zwölf Millionen Euro im Sommer verließ: "In der Kommunikation. Bei Dieter Hecking habe ich sofort gemerkt, dass es ihm sehr wichtig ist, wenn ein Spieler seine eigene Meinung vertritt", sagte Kruse "Sport1". In der Tat soll das Verhältnis zwischen dem bisweilen unbequemen Kruse und Favre nicht immer einfach gewesen sein. Kruse hatte während seiner Gladbacher Zeit eingeräumt, dass es zwar schon mal Differenzen, aber keine Probleme gegeben habe.

Sollte es bei seinem neuen Klub Probleme geben, könne er jederzeit zu Hecking kommen und man bekomme auch immer ein Feedback, so Kruse weiter. "Das ist mir persönlich auch sehr wichtig und ich denke, das ist der Hauptunterschied zwischen den beiden."

Unterschiede zwischen den beiden Klubs könne er nach ein paar Wochen noch nicht genau einschätzen. "Es gibt durchaus einige Parallelen. Das Niveau in der Trainingsarbeit ist ähnlich hoch, wobei der VfL Wolfsburg die besseren Einzelspieler in seinen Reihen aufweist", sagte Kruse und räumte ein, dass sich Wolfsburg in Sachen Verteidigung verbessern müsse und sich dabei an der kompakten Defensivarbeit der Borussia aus der vergangenen Saison orientieren könne. "Letztlich gibt es also durchaus ein, zwei Unterschiede, wobei sich beide Teams insgesamt auf einem sehr hohen Level bewegen."

Trotzdem zog es Kruse im Sommer vom Niederrhein nach Niedersachsen. Neben einem deutlichen höher dotierten Gehaltsscheck war auch die sportliche Perspektive ausschlaggebend, wie er nun nochmals betonte.

"Natürlich haben wir in Gladbach letztes Jahr eine überragende Saison gespielt, das zu bestätigen wird aber nicht einfach. Über die Jahre hinweg bietet der VfL Wolfsburg einfach eine bessere Perspektive oben mitzuspielen und langfristig in der Champions League vertreten zu sein", so Kruse.

(are)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Borussia Mönchengladbach: Max Kruse stichelt gegen Ex-Coach Lucien Favre


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.