1. Bundesliga 17/18
| 18.49 Uhr

Europa League
Selbstbewusste Wolfsburger nehmen Titel ins Visier

Fotos: Wolfsburg - Inter
Fotos: Wolfsburg - Inter FOTO: dpa, pst hak
Wolfsburg. Der VfL Wolfsburg startet in seine "Hammer-Wochen" Richtung Titel: Am Donnerstag geht es in der Europa League gegen den SSC Neapel.

Vor dem ersten Highlight der Wolfsburger "Hammer-Wochen" gab es für die Profis des VfL noch einmal einen Weckruf. Lautstark und mit deutlichen Worten machte Coach Dieter Hecking seinem Unmut über die Trainingsleistung seiner Schützlinge Luft – das Viertelfinal-Hinspiel in der Europa League gegen den SSC Neapel am Donnerstag (21.05 Uhr/Live-Ticker) erfordert volle Konzentration. "Da muss ich dann eben auch mal etwas lauter werden", sagte Hecking.

"Bei Neapel kennt man schon einige Namen"

Denn der Gegner hat es in sich. Neapel: Ex-Klub von Diego Maradona, Tabellenvierter in Italien und vor allem in der Offensive gespickt mit Topstars. "Die vorderste Reihe ist nicht gerade unbekannt: Hamsik, Higuain, Mertens. Bei Neapel kennt man schon einige Namen", sagte Mittelfeldspieler Maximilian Arnold.

Allerdings hat sich der VfL in dieser Saison auch international einen Namen gemacht. In der Bundesliga sind die Wolfsburger als beste Rückrundenmannschaft unangefochten die Nummer zwei, in der Europa League setzten sich die Niedersachsen zuletzt gegen Sporting Lissabon und Inter Mailand durch. Zwei namhafte Vereine, die die Überlegenheit des VfL schmerzhaft erfahren mussten. Im DFB-Pokal steht der Klub zum dritten Mal in Serie im Halbfinale – und hat mit dem Drittligisten Arminia Bielefeld das vermeintlich leichteste Los.

"Das wird jetzt gegen Neapel eine sehr harte Nuss. Aber so, wie wir im Moment aufgestellt sind, traue ich meiner Mannschaft zu, dass wir diese Hürde schaffen", sagte Hecking im Interview mit dem NDR. Das Selbstbewusstsein hat sich der Verein erarbeitet.

Und das Ziel ist klar: In diesem Jahr soll nach der Meisterschaft 2009 der zweite Titel der Vereinsgeschichte folgen. Zwei Chancen hat der Klub noch. "Die Mannschaft hat eine tolle Saison bis jetzt gespielt, und wir würden sie gerne noch bis zum 30. Mai spielen. Im Moment sehe ich keinen Grund, warum das nicht gelingen sollte", sagte Hecking mit Blick auf das Pokalfinale in Berlin. Drei Tage zuvor findet das Endspiel der Europa League in Warschau statt.

Dorthin will auch der SSC Neapel. Unvergessen ist der Sieg im Endspiel gegen den VfB Stuttgart 1988/89 im Vorgängerwettbewerb Uefa-Pokal. Seitdem erlebte der Verein allerdings fast alle Höhen und Tiefen: Nach der Insolvenz spielte der SSC zeitweise drittklassig, erst 2007 gelang die Rückkehr in die Serie A, 2010/2011 dann erstmals wieder die Qualifikation für die Champions League. Dort wollten die Süditaliener auch in diesem Jahr spielen, scheiterten in der Qualifikation aber an Athletic Bilbao.

Zuletzt schwächelte der Klub in der Liga und schied auch im Pokal aus. Am 55. Geburtstag des Trainers Rafael Benitez soll es gegen Wolfsburg allerdings wieder besser laufen.

(sid)
 
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