1. Bundesliga 16/17
| 11.20 Uhr

Zugang des VfL Wolfsburg
Draxler bereut Lkw-Aktion nach Vertragsverlängerung auf Schalke

Fotos: Draxler – Jung-Star, Weltmeister, Millionen-Transfer
Fotos: Draxler – Jung-Star, Weltmeister, Millionen-Transfer FOTO: afp
Wolfsburg. Nationalspieler Julian Draxler bereut im Nachhinein die PR-Aktion des FC Schalke 04 zu seiner dortigen Vertragsverlängerung vor zwei Jahren bis 2018.

"Da fand ich es schön, dass sich Schalke so um mich bemüht. Aber rückblickend sehe ich das anders. Es hat letztlich eine Erwartungshaltung geschürt, der ich am Ende nicht mehr gerecht werden konnte", sagte der Zugang des VfL Wolfsburg den "Wolfsburger Nachrichten".

Der 21 Jahre alte Weltmeister hatte 2013 trotz einiger Angebote von Top-Klubs bei Schalke verlängert. Der Bundesligist hatte danach Lkw-Anhänger mit Draxlers Konterfei und der Aufschrift: "Julian Draxler: Mit Stolz und Leidenschaft bis 2018" durchs Ruhrgebiet fahren lassen. Nach zwei enttäuschenden Jahren mit zum Teil schweren Verletzungen war Draxler vor knapp zwei Wochen für rund 35 Millionen Euro nach Wolfsburg gewechselt.

Draxler beklagte in diversen Interviews auch die ständige Unruhe auf Schalke. Der neue Schalker Coach Andre Breitenreiter war bereits Draxlers sechster Trainer dort in fünf Jahren. "Das war auch ein Grund dafür, dass ich mir sicher war: Ich muss jetzt mal für mich den nächsten Schritt machen", sagte der Mittelfeldspieler etwa der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung". Ähnlich äußerte er sich auch im "Kicker" und der "Bild".

Draxler soll am Samstag beim FC Ingolstadt sein Debüt für den Vizemeister und Pokalsieger geben.

Schalke will mit der Millionen-Einnahme durch den Draxler-Transfer auch einen Teil seiner Verbindlichkeiten abtragen. "Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, werden wir sicher einen Teil davon in den Kader reinvestieren", sagte Manager Horst Heldt im "kicker". "Aber wir waren und sind uns im Vorstand auch einig, dass wir uns verpflichtet sehen, den Verein weiter zu entschulden."

Laut Heldt sei es das Ziel des Bundesligisten, der derzeit rund 160 Millionen Euro Verbindlichkeiten haben soll, "unter die 100-Millionen-Marke zu kommen. Es ist ein ambitioniertes Ziel, aber wir werden es erreichen". Sportlich sei Draxlers Weggang zwar ein "Qualitätsverlust", räumte Heldt ein: "Es gilt den Verlust zu akzeptieren, zugleich ist es auch eine Chance für andere, sich zu präsentieren und mehr Verantwortung zu übernehmen."

(lnw)
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