1. Bundesliga 16/17
| 15.33 Uhr

Vorstellung beim VfL Wolfsburg
Kruse: "Froh, dass ich in der Spitze angekommen bin"

Fotos: Max Kruse beim VfL Wolfsburg vorgestellt
Fotos: Max Kruse beim VfL Wolfsburg vorgestellt FOTO: dpa, jol jai
Bad Ragaz. Am Donnerstag wurde Max Kruse offiziell beim VfL Wolfsburg vorgestellt. Die Erwartungen an den Königstransfer sind hoch.

Schon vor seiner offiziellen Vorstellung war Zwölf-Millionen-Neuzugang Max Kruse der gefragteste Mann. Eine Viertelstunde nach seinem ersten Training im Dress des Pokalsiegers VfL Wolfsburg schrieb der 27-Jährige immer noch Autogramme - die Vorfreude bei den Niedersachsen auf den Nationalspieler ist riesig. Und mindestens genauso hoch wie die Ansprüche beiderseits.

"Ich bin froh, dass ich in der Spitze Deutschlands angekommen bin. Ich möchte in einem der deutschen Top-Klubs spielen. Da gehört der VfL definitiv dazu", sagte der ehemalige Gladbacher bei seiner offiziellen Vorstellung im VfL-Trainingslager in Bad Ragaz/Schweiz: "Ich habe mich für den VfL entschieden, weil in der vergangenen Saison nur die Bayern und Wolfsburg besser als Gladbach waren."

Die festgeschriebene Ablösesumme bezahlten die Wolfsburger gerne, der Offensivspieler gehörte zu den begehrtesten Akteuren der Bundesliga. Und passt perfekt ins "Beuteschema" der Wölfe. "Wir wollten mit Max noch einen anderen Stürmertypen in unseren Reihen haben. Mit ihm wird unser Spiel variabler und flexibler", sagte Trainer Dieter Hecking. Schon zuvor hatte auch Manager Klaus Allofs das Anforderungsprofil umrissen: "Er soll so weitermachen wie in Gladbach - und noch was oben drauflegen. Ich glaube, bei ihm steckt noch eine Menge Potenzial drin."

In seinem ersten Training konnte Kruse davon naturgemäß noch nicht viel zeigen. Nach den ersten gemeinsamen Übungen mit seinen neuen Teamkollegen arbeitete er individuell und war dann beim Abschlussspiel interessierter Zuschauer. "Ich hoffe, dass ich so schnell wie möglich meine Fitness erreiche", betonte er.

Vor allem in der schon jetzt starken Wolfsburger Offensive heizt die Verpflichtung von Kruse den Konkurrenzkampf noch einmal an. Neben ihm stehen auch noch der Niederländer Bas Dost und der Däne Nicklas Bendtner im Kader der Niedersachsen. Zuletzt war vor allem bei Dost ein möglicher Wechsel ins Gespräch gebracht worden, Bendtner dürfte den Klub nach nur einem Jahr wohl auch verlassen - allerdings fehlen offenbar Interessenten.

Auch für Bendtner war es am Donnerstag der erste Arbeitstag der neuen Saison. Im Schatten von Kruses Auftritt blieb für ihn aber nur eine Nebenrolle - genauso wie vielleicht in der gesamten kommenden Saison. "Wir haben jetzt mehr Optionen, es kann auch sein, dass von den drei Stürmern zwei spielen", betonte Hecking. Und Kruse ergänzte: "Wir spielen in drei Wettbewerben, da brauchen wir gute Stürmer."

Forsche Töne in Richtung des Meisters Bayern München gab es am Donnerstag aber auch von Kruse nicht. "Mit den Bayern brauchen wir uns nicht zu vergleichen. Die haben ganz andere Möglichkeiten", sagte er.

(sid)
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