1. Bundesliga 16/17
| 16.31 Uhr

Wolfsburg schlägt schwache Schalker
"Wölfe" geben klare Antwort auf De-Bruyne-Theater

Fotos: De Bruyne sieht Wolfsburger Sieg aus Sadion-Loge
Fotos: De Bruyne sieht Wolfsburger Sieg aus Sadion-Loge FOTO: dpa, pst lof
Wolfsburg. Das 3:0 gegen Schalke hat gezeigt, dass man beim VfL Wolfsburg mit der Verarbeitung des Verlusts von Kevin De Bruyne und Ivan Perisic schon sehr weit ist.

Neues Feuer statt Resignation: Der Weggang von Kevin De Bruyne und Ivan Perisic hat beim VfL Wolfsburg neue Kräfte freigesetzt. Die "Wölfe" zeigten beim 3:0 (1:0) gegen Schalke enormen Biss - auch weil Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking ihre Spieler zuvor geschickt in die Verantwortung genommen hatten.

"Wenn man 3:0 gegen Schalke gewinnt, ist das sicher eine klare Antwort darauf", sagte Allofs auf die Frage, ob die VfL-Profis mit ihrer Leistung auch eine Reaktion auf das Wechsel-Theater gezeigt hätten: "Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie es auch ohne De Bruyne und Perisic kann."

Trainer Dieter Hecking wollte schon seit Tagen nicht mehr über das nervige Dauer-Thema reden und grenzte die scheidenden Stars auch bei seiner Lobeshymne bewusst aus. "Ich rede heute nur über Spieler, die auf dem Platz gestanden haben", meinte der Coach nach dem überraschend klaren Triumph. Er habe das Thema in der Halbzeit kurz angesprochen, aber es sei auch klar, "die Mannschaft muss auch Spiele ohne Perisic und De Bruyne gewinnen."

Die Spieler nahmen die Herausforderung an und waren am Ende erleichtert, dass es auch mal wieder um sie ging. "Im Vorfeld des Spiels wurde so viel über die beiden geredet. Irgendwann nervt das. Wir sind ja auch noch da", sagte Timm Klose, der das 3:0 erzielt hatte: "Natürlich hat Kevin außergewöhnliche Leistungen gebracht. Aber es gehören immer elf Spieler zu einer Mannschaft."

Bas Dost, Schütze des ersten Tores, zeigte auch Mitleid mit De Bruyne, der für die Rekordsumme von 74 Millionen Euro plus Bonuszahlungen von bis zu sechs Millionen Euro zu Manchester City wechselt. "Für Kevin war es schwer. Das war nicht mehr normal, was alles auf ihn eingeprasselt ist. Ich glaube, er ist einfach nur froh, wenn das vorbei ist", meinte der Niederländer.

De Bruyne und Persic düsten am Samstag per Flieger zum Medizin-Check bei ihren neuen Klubs. Perisic soll schon am Sonntag für Inter Mailand in der Serie A gegen Aufsteiger FC Carpi auflaufen. Für seinen Wechsel soll Wolfsburg rund 20 Millionen Euro erhalten. Das abwanderungswillige Duo gehörte gegen Schalke nicht mehr zum Kader und sah sich das Spiel aus einer Loge im Stadion an.

Weiterhin fraglich blieb, wie der VfL das viele Geld reinvestieren will und welche Spieler bis zum Transferschluss am Montag noch geholt werden. "Zum Glück ist das nicht meine Baustelle", sagte Dost süffisant.

Allofs blieb weiter reserviert und rückte lieber die Stärke des aktuellen Kaders in den Mittelpunkt. "Wir haben heute mit den Einwechselungen von Andre Schürrle, Maxi Arnold und Nicklas Bendtner gesehen, was wir noch alles auf der Bank haben", sagte der Manager. Doch auch Allofs müsste wissen, dass es schon fahrlässig wäre, wenn die Wolfsburger personell nicht mehr nachlegen würden. Schließlich wollen sie in der neuen Saison sowohl in der Meisterschaft und als auch in der Champions League eine gute Rolle spielen.

(sid)
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