1. Bundesliga 16/17
| 14.19 Uhr

Neuer Trainer des VfL Wolfsburg
Ismael: "Es ist eine neue Chance für uns alle"

VfL Wolfsburg: Valerien Ismael vor Bundesliga-Debüt optimistisch
Valerien Ismael blickt optimistisch auf sein erstes Spiel als Wolfsburg-Trainer. FOTO: dpa, dka jai hak
Wolfsburg. Valerien Ismael bleibt cool. "Es ist alles positiv, ich verspüre keinen Druck", sagt der 41 Jahre alte Franzose, der gerade die größte Chance seiner jungen Trainerkarriere bekommt.

 

Bringt er das arg strauchelnde Millionenteam des VfL Wolfsburg endlich wieder auf Kurs, winkt dem früheren Verteidiger womöglich eine Festanstellung als Cheftrainer. Doch nur sofortige Erfolge, also Punkte, helfen Ismael. Im Hintergrund prüft Geschäftsführer Klaus Allofs offenbar auch eine "große Lösung" für die Nachfolge des entlassenen Dieter Hecking - selbst der Name von Startrainer Roberto Mancini macht die Runde.

Doch das ist kein Thema, das Ismael vor dem Sprung auf die ganz große Fußball-Bühne an sich heranlassen will. Er verwendet all seine Energie darauf, mehr Leistung aus seinen Stars herauszukitzeln. "Die Blockaden müssen weg sein", sagte er bei der Pressekonferenz vor der Partie am Samstag bei Darmstadt 98 (15.30 Uhr/Live-Ticker) und ließ immer wieder Vokabeln wie "Feuer" oder "Leidenschaft" fallen: "Es ist eine neue Chance für uns alle, und wir sollten sie gemeinsam nutzen."

Ismael soll den zuletzt schwächelnden Wölfen um Julian Draxler und Mario Gomez endlich wieder Biss verleihen, auch wenn Allofs längst nicht nur den bisherigen U23-Coach in der Pflicht sieht. "Ich erwarte nicht speziell von ihm etwas", sagt der langjährige Bundesliga-Manager, dem die lustlosen Auftritte und der Sturz auf Platz 14 in den vergangenen Wochen mächtig die Laune verhagelt haben: "Ich erwarte von uns etwas. Es steckt sehr viel Potenzial in der Mannschaft, und es wäre schön, wenn wir das Potenzial jetzt wieder wecken könnten."

Eine Mammut-Aufgabe für einen Trainer-Nobody, der kaum über Erfahrung auf höchstem Niveau verfügt. Bis auf ein kurzes und wenig ruhmreiches Intermezzo als Chef beim 1. FC Nürnberg im Jahr 2014 hatte Ismael bisher nur in der zweiten Reihe Verantwortung getragen. Nun will er wie zuletzt André Schubert bei Borussia Mönchengladbach und Alexander Nouri bei Werder Bremen seine Bewährungschance nutzen und sich als dauerhafte Lösung für das Bundesliga-Team etablieren.

Doch Allofs, der Ismael erst als Spieler zu Werder Bremen und 2013 dann als Trainer nach Wolfsburg holte, soll Berichten zufolge auch prominentere Optionen prüfen. Die "Wolfsburger Nachrichten" brachten am Donnerstag den früheren belgischen Nationaltrainer Marc Wilmots, den Italiener Mancini und erneut den früheren Chelsea-Coach André Villas-Boas als mögliche Kandidaten als Spiel.

Doch das bringt den coolen Ismael vor seinem Debüt nicht aus der Ruhe.

(seeg/sid)
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