Stimmvergabe bei Weltfußballer-Wahl Ein Bayern-Star lässt seine Teamkollegen links liegen

London · Cristiano Ronaldo stimmt nicht für Lionel Messi, Messi nicht für Ronaldo. Über das Erwartbare hinaus bietet die Stimmverteilung bei der Weltfußballer-Wahl interessante Erkenntnisse. Ein Bayern-Spieler vergab keine Punkte an seine Teamkollegen.

Fifa-Gala 2017: Cristiano Ronaldo wird zum fünften Mal Weltfußballer
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Cristiano Ronaldo zum Weltfußballer 2017 gewählt

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Nach der Kür des Weltfußballers veröffentlicht der Fußball-Weltverband die Verteilung der Stimmen in allen Kategorien. So lässt sich ablesen, welcher Spieler für wen votierte - mit spannenden Ergebnissen.

Rivalen gönnen sich nichts

Triumphator Cristiano Ronaldo und sein ewiger Widersacher Lionel Messi schenken sich traditionell nichts. Und auch dieses Jahr verteilten die beiden Superstars, die den Titel des Weltfußballers seit 2008 unter sich ausmachen, ihre Stimmen gezielt am Kontrahenten vorbei. Ronaldo stimmte für seine Real-Madrid-Teamkollegen Luka Modric, Sergio Ramos und Marcelo. Messi vergab Punkte an seine Kameraden vom FC Barcelona, Luis Suárez und Andrés Iniesta. Auf Platz drei setzte der Argentinier immerhin noch Neymar - obwohl dieser für 222 Millionen Euro zu Paris Saint-Germain abgewandert ist.

Robben schert aus

Die Münchner Profis halten zusammen. Manuel Neuer setzt Robert Lewandowski und Arturo Vidal hinter Toni Kroos auf die Positionen zwei und drei. Polens Kapitän Lewandowski gönnt Neuer die Höchstpunktzahl und lässt Vidal auf Platz zwei folgen. Für Kolumbiens James Rodriguez ist Lewandowski immerhin noch Dritter. Arjen Robben schert hingegen aus: Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos und Marcelo heißen seine drei Favoriten - kein Bayern-Spieler bekommt einen Punkt.

Auch bei der Wahl des Welttrainers wählt der Niederländer einen anderen Weg: Carlo Ancelotti, zum Zeitpunkt der Abstimmung noch Bayern-Coach, erhält von Neuer (Platz 2), Lewandowski (1) und James (2) Stimmen. Robben votiert dagegen für Sieger Zinedine Zidane, Massimiliano Allegri und José Mourinho.

Weltfußballer 2017: Die Stars auf dem Grünen Teppich
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Die Stars auf dem Grünen Teppich

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Foto: dpa, adam davy hel kno

Löw wählt seine Jungs

Bundestrainer Joachim Löw wählte wie im Vorjahr Kroos auf seinen ersten Platz, gefolgt von Neuer und Neymar. Die zwei Superstars der Szene ließ Löw links liegen.

Barbados liebt BVB-Stürmer

Pierre-Emerick Aubameyang scheint einige Fans in Barbados zu haben. Sowohl Coach Mohamed Ahmed als auch Kapitän Mario Harte sehen den Dortmunder Stürmer auf ihrem Top-Platz.

Engländer verschmähen Engländer

Von den 24 Nominierten landet der englische Top-Stürmer Harry Kane abgeschlagen auf dem letzten Platz. Aus Montserrat oder von den Britischen Jungfern-Inseln bekommt der Tottenham-Profi immerhin noch Stimmen - aus der englischen Nationalmannschaft hingegen nicht. Weder Nationaltrainer Gareth Southgate noch Kapitän Jordan Henderson setzen Kane auf eine der ersten drei Positionen.

(areh/dpa)
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