1. Bundesliga 16/17
| 13.21 Uhr

Stürmer steht vor dritten Engagement bei Werder
Ganz Bremen wartet auf Pizarros Rückkehr

Fotos: Claudio Pizarro – Werder- und Bayern-Star, Triple-Sieger, Lebemann
Fotos: Claudio Pizarro – Werder- und Bayern-Star, Triple-Sieger, Lebemann FOTO: dapd, Joerg Sarbach
Bremen. Werder Bremens Flirt mit Claudio Pizarro wird immer heißer: Eine Entscheidung über eine Rückkehr des Klub-Idols an die Weser steht unmittelbar bevor.

Für Ailton ist die Sache klar. "Claudio muss zurück nach Bremen", forderte der frühere Sturmpartner Claudio Pizarros via "Kreiszeitung Syke" und sprach damit den Werder-Fans aus der Seele: "Claudio passt so gut nach Bremen. Von dieser Geschichte würden alle profitieren."

Tatsächlich verdichten sich die Anzeichen für die spektakulärste Rückholaktion des Transfer-Sommers: Werders Klub-Idol Pizarro liegt laut übereinstimmenden Medienberichten ein unterschriftsreifer Ein-Jahres-Vertrag vor – ganz Bremen wartet auf das "Ja-Wort" des peruanischen Torjägers.

Während Werder-Manager Thomas Eichin die geplante Rückkehr des torgefährlichsten Ausländers der Bundesliga-Geschichte (176 Treffer) weiterhin nicht öffentlich kommentieren mochte, liefen am Wochenende die Internetforen heiß.

Werder-Fans twittern für Pizarro-Rückkehr

Unter dem Hashtag "#verhandlungsmasse" sammeln Werder-Anhänger weltweit Argumente und Ideen, die den inzwischen 36 Jahre alten Pizarro von einem Wechsel überzeugen sollen. Für das größte Aufsehen sorgt dabei eine Fotomontage der Rolandstatue, die das Bremer Wahrzeichen mit den Gesichtszügen und der Frisur von Pizarro bei Twitter zeigt und den Titel "Bremer Roland 'pizzarrorisiert'" trägt.

Pizarro, der von 1999 bis 2001 und von 2008 bis 2012 in Bremen spielte, hatte die Gerüchte zuletzt selbst befeuert. "Ich habe immer gesagt, dass Bremen ein wichtiger Verein für mich ist. Ich habe viele Freunde dort, und natürlich ist das eine Möglichkeit", so Pizarro, der zudem stets betonte, gerne in Deutschland bleiben zu wollen.

Für die Bremer Klubführung wäre die Verpflichtung des Vollblutstürmers ein Drahtseilakt. Zum einen hätten die Grün-Weißen nach zahlreichen prominenten Abgängen in den vergangenen Jahren wieder eine absolute Identifikationsfigur. Zum anderen ginge der Verein mit dem zusätzlichen Transfer ins finanzielle Risiko. Geld, so hofft man in Bremen, das durch den erwarteten Boom beim Trikotverkauf jedoch zumindest teilweise wieder in die Kassen gespült werden könnte.

Nächstes Kapitel der Liebesbeziehung?

Pizarro und Bremen – das ist seit jeher eine Liebesbeziehung. 20 Jahre alte alt war der Peruaner, als er seine Bundesliga-Karriere vor 16 Jahren in Bremen begann. Fortan ging seine Karriere steil bergauf. In insgesamt 159 Liga-Spielen erzielte Pizarro für die Grün-Weißen 89 Treffer und holte mit dem Team 2009 den DFB-Pokal, den bis heute letzten Titel des Klubs. Bei seinen beiden Engagements in München (2001 bis 2007 und 2012 bis 2015) gewann er zudem sechsmal die Meisterschaft, fünfmal den Pokal und einmal die Champions League (2013). Pizarro ist der erfolgreichste ausländische Torschütze in der Bundesliga-Geschichte.

Seit seinem Vertragsende in München hält sich Pizarro mit persönlichem Training und Waldläufen fit. "Mein Körper sagt mir jetzt langsam, dass er einen Ball braucht, Lust hat wieder Fußball zu spielen. Deshalb hoffe ich, dass es schnell geht", sagte er nach seiner offiziellen Verabschiedung bei den Bayern der tz. Nun wartet ganz Bremen auf seine Zusage.

(sid)
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