1. Bundesliga 16/17
| 15.24 Uhr

Comeback mit Werder gegen Hoffenheim
"Pizza" liefert erst einmal von der Bank

Fotos: Mehr als 500 Werder-Fans beim ersten Pizarro-Training
Fotos: Mehr als 500 Werder-Fans beim ersten Pizarro-Training FOTO: dpa, crj nic
Sinsheim/Bremen. Noch nicht mittendrin, aber schon dabei: Werder Bremens Blitztransfer Claudio Pizarro muss sich beim Auswärtsspiel der Hanseaten in Hoffenheim noch mit der Jokerrolle begnügen.

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Noch nicht mittendrin, aber schon dabei: Als sich Werder Bremens Tross am Samstag Richtung Sinsheim in Marsch setzte, gehörte Blitztransfer Claudio Pizarro dazu – wenn auch nur als Option auf der Reservebank. "Claudio hat vernünftig gearbeitet, aber mit dem Fuß am Ball fehlt ihm noch ein kleines bisschen", fasste Trainer Viktor Skripnik die ersten Trainingseinheiten des Peruaners zusammen.

Zunächst ist die Rolle des Jokers für den fast 37-Jährigen maßgeschneidert, denn der Hype um den Publikumsliebling ist an der Weser nur unwesentlich abgeebbt. Viele euphorisierte Fans erwarten geradezu Wunderdinge von dem Südamerikaner, der seit Ende Juni keinerlei Spielpraxis hat. "Man bekommt ja das Gefühl, dass Claudio nun bei uns alles allein macht", sagte Abwehrchef Jannik Vestergaard staunend.

Leitfigur, Vorbild, aber natürlich auch Torschütze – so stellt sich Skripnik die Position seines ehemaligen Bremer Teamkollegen vor: "Ein solcher Spieler kann für Werder nur positiv sein. Es ist echt viel wert, dass er bei uns in der Kabine sitzt." Selbst der bisherige Team-Oldie Clemens Fritz schaut geradezu ehrfürchtig zu Pizarro auf, sein ganz spezielles Wohlfühlangebot an den Stürmer steht: "Ich wohne in seinem alten Haus. Wenn er will, ziehe ich aus."

Das wird nicht nötig sein, denn "Pizza" legt bei seiner zweiten Rückkehr in die Hansestadt mehr Wert darauf, dass die Familie komplett wieder in Bremen heimisch wird. Mit den drei Kindern und den beiden Hunden, unabhängig von der häuslichen Umgebung: "Die Entscheidung für Werder haben wir gemeinsam gefällt."

Und je nach Spielverlauf ist am Sonntag (15.30 Uhr/Live-Ticker) bei 1899 Hoffenheim durchaus ein erster Kurzeinsatz für den erfolgreichsten ausländischen Torschützen der Liga drin. Skripnik will das ganz vom Zwischenstand der Begegnung abhängig machen: "Wenn uns irgendwie der letzte Tick fehlt, wäre das eine Möglichkeit."

Dass die Rückkehr für einen gestandenen Profi in die Startformation eines neuen Klubs dauern kann, musste Kevin Kuranyi in Hoffenheim erfahren. Nach schwachem Beginn hat sich der Ex-Nationalspieler bei den Kraichgauern aber eine solide Position im Mannschaftsgefüge erkämpft.

(sid)
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