1. Bundesliga 16/17
| 15.34 Uhr

Herzog will Nachfolger von Skripnik werden
"Werder ist mein Verein"

Porträt: Andreas Herzog: Deutscher Meister und Legende von Werder Bremen
Porträt: Andreas Herzog: Deutscher Meister und Legende von Werder Bremen FOTO: AFP
Der ehemalige Werder-Profi Andreas Herzog hat sich als Nachfolger für den frisch entlassenen Trainer Viktor Skripnik in Bremen ins Gespräch gebracht.

"Jeder weiß, dass Werder Bremen mein Verein ist und er mir nach wie vor sehr am Herzen liegt", sagte der ehemalige österreichische Fußball-Nationalspieler "Sport1". Zurzeit ist der 48-jährige Herzog Assistent von US-Nationalcoach Jürgen Klinsmann.

Laut Darstellung des Onlineportals soll es allerdings eine Übereinkunft geben, wonach Herzog die Freigabe erhält, sollte er ein Angebot aus der Bundesliga bekommen. Der einstige Mittelfeldstar spielte von 1992 bis 2001 beim SV Werder.

Die Bremer Trainer seit 1981

Alexander Nouri ist die Interimslösung

Am Sonntag hatten sich die Norddeutschen nach vier Pflichtspielniederlagen zum Saisonauftakt in Folge von Skripnik getrennt. Am Samstag hatte es ein 1:4 bei Borussia Mönchengladbach gegeben. Als Interimslösung übernimmt zunächst U23-Coach Alexander Nouri die Verantwortung.

Porträt: Viktor Skripnik – Werder-Trainer, Publikumsliebling FOTO: dpa, rwe hak

Werder Bremen hat damit den ersten Trainerwechsel der 54. Bundesliga-Saison vollzogen. Das teilte der Verein auf seiner Homepage mit. Auch die Co-Trainer Torsten Frings und Florian Kohlfeldt mussten ihre Posten räumen.

"Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil uns nach der Leistung in Gladbach die Überzeugung fehlte, dass es in der bestehenden Konstellation möglich ist, zeitnah eine Wende zum Positiven herbeizuführen", erläuterte Geschäftsführer Frank Baumann den Trainerwechsel.

3. Spieltag: Reaktionen FOTO: afp, PST

Baumann trennt sich vom ehemaligen Mitspieler

Ex-Profi Baumann hatte erst vor wenigen Wochen den Vertrag mit seinem ehemaligen Mitspieler Skripnik bis 2018 verlängert. Die vierte Pflichtspielniederlage in Serie stellte aber die Geduld von Baumann und Aufsichtsratschef Marco Bode auf eine allzu harte Probe. Die Trennung von dem eigensinnigen Ukrainer war deshalb keine ganz große Überraschung mehr.

Bei den Werder-Fans besaß Skripnik schon längere Zeit keinen Kredit mehr. Der 46 Jahre alte Trainer hatte als Nachfolger von Robin Dutt die Profis am 25. Oktober 2014 übernommen. In 62 Bundesliga-Partien erzielte er eine Bilanz von 21 Siegen, 15 Remis und 26 Niederlagen. Als Werders Mannschaftsbus nach Skripniks letzter Dienstfahrt am frühen Sonntagmorgen in Bremen ankam, empfingen die Fans den Coach mit "Skripnik raus"-Rufen.

(can/sid/dpa)
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