1. Bundesliga 16/17
| 10.19 Uhr

Erste Trainerentlassung der Bundesliga
Werder Bremen beurlaubt Viktor Skripnik

Porträt: Viktor Skripnik – Werder-Trainer, Publikumsliebling
Porträt: Viktor Skripnik – Werder-Trainer, Publikumsliebling FOTO: dpa, rwe hak
Bremen. Werder Bremen hat Cheftrainer Viktor Skripnik mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Den Posten übernimmt interimsweise der bisherige U23-Coach Alexander Nouri. Das gab die Geschäftsführung der Grün-Weißen am Sonntagmorgen bekannt.

Das teilte der Klub am Sonntag mit. Auch die beiden Co-Trainer Florian Kohfeldt und Torsten Frings müssen gehen. Das scheidende Trainer-Trio hat sich noch in der Nacht zum Sonntag nach der Ankunft des Mannschaftsbusses am Weser-Stadion vom Team verabschiedet. Werder hatte am Samstagabend beim 1:4 in Mönchengladbach die vierte Pflichtspielniederlage der Saison in Serie kassiert. Skripnik selbst hatte betont, nicht zurücktreten zu wollen.

Werders Geschäftsführer Sport, Frank Baumann, erklärte: "Wir haben uns zu diesem Schritt entschlossen, weil uns nach der Leistung in Gladbach die Überzeugung fehlte, dass es in der bestehenden Konstellation möglich ist, zeitnah eine Wende zum Positiven herbeizuführen. Wir möchten uns bei Viktor und seinen Co-Trainern für die Arbeit in den vergangenen Jahren bedanken."

Ex-Profi Baumann hatte erst vor wenigen Wochen den Vertrag mit seinem ehemaligen Mitspieler Skripnik bis 2018 verlängert. Die vierte Pflichtspielniederlage in Serie stellte aber die Geduld von Baumann und Aufsichtsratschef Marco Bode auf eine allzu harte Probe. Die Trennung von dem eigensinnigen Ukrainer war deshalb keine ganz große Überraschung mehr.

Bei den Werder-Fans besaß Skripnik schon längere Zeit keinen Kredit mehr. Der 46 Jahre alte Trainer hatte als Nachfolger von Robin Dutt die Profis am 25. Oktober 2014 übernommen. In 62 Bundesliga-Partien erzielte er eine Bilanz von 21 Siegen, 15 Remis und 26 Niederlagen.
Als Werders Mannschaftsbus nach Skripniks letzter Dienstfahrt am frühen Sonntagmorgen in Bremen ankam, empfingen die Fans den Coach mit "Skripnik raus"-Rufen.

Das Regenerationstraining am Sonntagmorgen leiteten Axel Dörrfuß, Leiter Athletik und Performance, und Athletiktrainer Günther Stoxreiter. Die Vorbereitung auf die beiden Heimspiele gegen den FSV Mainz 05 und den VfL Wolfsburg übernehmen ab Montag U 23-Coach Alexander Nouri unterstützt von seinem Co-Trainer Florian Bruns. Das Übergangs-Trainerteam wird vom bisherigen Torwarttrainer Christian Vander sowie Günther Stoxreiter und Axel Dörrfuß ergänzt.

Über U 23-Coach Nouri, der als Interimstrainer einspringen wird, sagte Baumann: "Mit Alexander Nouri erhoffen wir uns einen Impuls für ein Team, das nach dem personellen Umbruch in der Sommerpause, den letzten Spielen und dem bestehenden Verletzungspech mit einer gewissen Verunsicherung zu kämpfen hat. Er hat in den vergangenen Jahren als Trainer des VfB Oldenburg sowie als Trainer der U 23 unter Beweis gestellt, dass er auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich arbeiten kann. Außerdem kann er nach zuletzt drei Siegen aus vier Drittliga-Spielen mit den Werder-Talenten mit viel Selbstvertrauen vor die Profi-Mannschaft treten. Er ist ein gewissenhafter, ehrgeiziger Fußballlehrer, dem wir zutrauen, die Mannschaft erfolgreich in die nächsten Partien zu führen. Er bekommt unsere volle Unterstützung."

Quelle: RP
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