1. Bundesliga 17/18
| 21.28 Uhr

Baumann stützt Werder-Coach
Nouri auch gegen Köln auf der Bank

Das ist Alexander Nouri
Das ist Alexander Nouri FOTO: dpa, crj nic
Bremen . Begleitet von einem gellenden Pfeifkonzert bedankte sich Werder-Trainer Alexander Nouri bei seinen geknickten Spielern. Dann waren die Bremer nach dem 0:2 (0:2) gegen Borussia Mönchengladbach schnell in der Kabine verschwunden.

Nach dem achten Ligaspiel ohne Sieg nimmt Werder den direkten Abstiegsplatz 17 ein, die Luft für Nouri wird immer dünner.

"Wir wollten einen Dreier für den Trainer holen - das haben wir nicht geschafft", sagte Kapitän Zlatko Junuzovic bei Sky: "Wir sind alle sehr, sehr zufrieden mit dem Trainerteam. Heute haben wir uns so viel vorgenommen. Aber wir sind immer ein bis zwei Schritte zu spät gewesen."

Das Kellerduell am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport Player) beim ebenfalls noch sieglosen Schlusslicht 1. FC Köln könnte für Nouri bereits zum Endspiel werden. Auch wenn Frank Baumann bislang alle Spekulationen über einen Trainerwechsel von sich gewiesen hatte. "Ja", sagte Werders Sportdirektor auf die Frage, ob Nouri auch in der Domstadt auf der Bank sitzen werde. Der Trainer selbst sagte: "Ich bin nicht so wichtig. Es ist wichtig, dass der Verein erfolgreich ist. Aber die Bindung zur Mannschaft ist da. Wir werden weiter hart arbeiten und zusammenstehen und versuchen, dann in Köln zu gewinnen."

Die in allen Belangen überlegenen Gäste hingegen machten dank ihres ersten Auswärtssiegs seit April einen Sprung von Rang neun auf fünf der Tabelle. Die 4000 mitgereisten Fans feierten ihre Lieblinge schon zur Halbzeit beim Gang in die Kabine euphorisch.

Zu diesem Zeitpunkt war bereits eine Vorentscheidung zugunsten der Rheinländer gefallen. Kapitän Lars Stindl brachte die Gladbacher in der 27. Minute mit einem Schuss aus spitzem Winkel in Führung. Nur sieben Minuten später köpfte Abwehrchef Jannik Vestergaard gegen seine ehemaligen Teamkollegen ein.

Damit war die Überlegenheit der Mannschaft von Coach Dieter Hecking korrekt dokumentiert. "Wir hatten einen klaren Plan vom Trainer, den haben wir gut umgesetzt", sagte Stindl. Die Hanseaten wirkten in den Zweikämpfen gedanklich zu langsam, leisteten sich zahlreiche Stellungsfehler und hatten es nur Torhüter Jiri Pavlenka zu verdanken, dass der Rückstand nicht noch höher ausfiel.

Mehr als eine halbe Stunde ertrugen die 42.100 Zuschauer den uninspirierten Auftritt der Platzherren mit erstaunlicher Geduld, doch nach den beiden Gegentoren wurden die Pfiffe schriller und schriller. Nouri verschwand mit gesenktem Kopf in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild auch nach zwei Auswechslungen bei den Gastgebern nicht. Die Westdeutschen wirkten weiterhin frischer und spritziger, erneut musste Pavlenka retten (49.).

Selbst als sich Mönchengladbach nach einer knappen Stunde eine kleine Auszeit nahm, wussten die Bremer damit nichts anzufangen. In einer kurzen Phase der Überlegenheit arbeiteten sie nur eine einzige ernsthafte Torgelegenheit heraus, die Kapitän Junuzovic (62.) vergab.

(sid)
 
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