Traumjob für Ex-KSC-Trainer: Winfried Schäfer traut Kamerun WM-Titel zu
zuletzt aktualisiert: 08.12.2001 - 13:14Hamburg (rpo). Kameruns Nationaltrainer Winfried Schäfer traut seiner Mannschaft auf absehbare Zeit den Gewinn des Weltmeistertitels zu. "Ich weiß nicht, ob die Zeit jetzt schon reif ist. Aber in meiner Antrittsrede habe ich meinen Jungs gesagt: Wenn eine Mannschaft erster afrikanischer Weltmeister wird, dann seid ihr es", meinte der 51-Jährige in der "Bild am Sonntag".
Beim Olympiasieger und Afrika- eister, der bei der WM im kommenden Jahr in Japan und Südkorea in einer Vorrunden-Gruppe mit Deutschland spielen wird, gehe es nur um taktische Disziplin und Grundordnung. Fußball spielen können die alle, so Schäfer. "Diese Burschen rennen und sterben für ihr Land."
Sein neuer Job sei für ihn wie "ein Sechser im Lotto". In ein taktisches Korsett will Schäfer die "Löwen", die bei der WM 1990 in Italien erst in der Nachspielzeit des Viertelfinals gegen England die Runde der besten Vier verpassten, nicht zwängen. Sie bräuchten ein taktisches Konzept, "in dem sie ihre Spielfreude ausleben können".
Die organisatorischen Probleme bekomme das Land in den Griff, glaubt Schäfer, der sein Amt vor drei Monaten antrat. Bei seinem ersten Lehrgang musste er den Rasen des Trainingsplatzes allerdings noch mit einem Mäher vom nahe gelegenen Golfplatz erst in "einen vernünftigen Zustand versetzen". Und das Landes-Pokalfinale an diesem Sonntag in Jaunde wurde verschoben, weil sich Staatspräsident Paul Biya noch auf einer Auslandsreise befand.
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