Japanische Zeitung sorgt für Eklat: WM 2002: Nazi-Kneipe als Reisetipp
zuletzt aktualisiert: 12.03.2002 - 16:20Tokio (rpo). Eine japanische Internet-Zeitung hat für einen Eklat gesorgt, weil sie eine Nazi-Kneipe in der südkoreanischen Hafenstadt Busan als WM-Reisetipp angepriesen hat.
Rabbi Abraham Cooper von einer Vereinigung jüdischer Bürgerrechtler aus den USA forderte vom Herausgeber der englischsprachigen Japan Times neben der bereits erfolgten Abschaltung der Website "eine Entschuldigung bei den Lesern und Opfern des Nazi-Regimes und eine Disziplinierung der verantwortlichen Redakteure".
Zudem verlangte das Vorstandsmitglied des Simon-Wiesenthal-Centers von Südkoreas WM-Chef Chung Mong-Joon allen erdenklichen Einsatz, damit das Lokal geschlossen oder zumindest umgestaltet wird.
In ihren Online-Hinweisen schilderte die Japan Times detailliert die "geschmackvolle Gestaltung mit künstlerischen Motiven" und "entspannte Atmosphäre" in der Busaner "Rechts-Bar". Laut Cooper handelt es sich bei den beschriebenen Motiven weitgehend um modifizierte Hakenkreuze oder andere Nazi-Symbole.
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