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500 Dopingstest negativ
Blatter schwärmt: "Eine wundervolle WM"

Fotos: Sepp Blatter: 17 Jahre an der Spitze der Fifa
Fotos: Sepp Blatter: 17 Jahre an der Spitze der Fifa FOTO: dapd, Alessandro Della Bella
Johannesburg (RPO). Joseph S. Blatter hat Südafrika für die Ausrichtung der Fußball-WM in den höchsten Tönen gelobt. Gleichzeitig sicherte der Fifa-Boss der Regenbogen-Nation seine persönliche Unterstützung für eine Olympia-Bewerbung zu.

Der Chef des Weltverbandes sprach schon vor dem Finale am Sonntag von einer "wundervollen WM". Der afrikanische Verbandspräsident Issa Hayatou fand jedoch auch kritische Worte zum Abschneiden der sechs afrikanischen Teams bei der ersten WM auf dem Schwarzen Kontinent.

Vor allem Blatters Bilanz fiel uneingeschränkt positiv aus. "Es war eine wundervolle Weltmeisterschaft. Der Präsident ist zufrieden, auch wenn noch zwei Spiele zu absolvieren sind", sagte der Schweizer am Donnerstag auf einer Pressekonferenz im Beisein des südafrikanischen OK-Präsidenten Irvin Khoza und des Kameruners Hayatou in Johannesburg und ergänzte: "Das Vertrauen, das wir Afrika entgegengebracht haben, wurde voll gerechtfertigt."

Der 74 Jahre alte Fifa-Präsident machte sich sogar für eine südafrikanische Olympia-Bewerbung stark: "Ein Land, das eine Fußball-Weltmeisterschaft organisiert, kann auch Olympische Sommerspiele organisieren. Ich würde eine Kandidatur Südafrikas für 2020 unterstützen." Im kommenden Jahr werden im südafrikanischen Durban die Winterspiele 2018, um die sich auch München bewirbt, auf der Session des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vergeben.

Afrikas Fußball könne stolz sein, man habe einen großartigen Job gemacht, sagte Blatter. Er hob zudem hervor, dass 500 Dopingtests ausschließlich negative Ergebnisse erbracht hätten: "Wir sollten nicht mehr über Doping im Fußball sprechen."

Trotz einiger organisatorischer Probleme, leerer Plätze bei den WM-Spielen und heftiger Kritik nach zum Teil haarsträubenden Fehlern einiger Schiedsrichter fiel die Bilanz Blatters positiv aus. Der Walliser lobte auch überschwänglich die Stadionbauten im WM-Gastgeberland: "Die Stadien in Südafrika sind Juwelen. Kein einziges Land in Europa verfügt über solch gute Arenen wie Südafrika, kein einziges."

Khoza bedankte sich persönlich bei Blatter. Dieser habe dem Land das nötige Vertrauen entgegengebracht und die WM-Vergabe in die einstige Apartheid-Nation vorangetrieben. Auch Hayatou schloss sich an. "Ich bin erfreut, diesen historischen Moment miterleben zu dürfen. Unser Kontinent hat gezeigt, dass er ein solches Ereignis organisieren kann. Darauf können wir stolz sein", sagte der CAF-Präsident.

Kritik übte Hayatou allerdings am Abschneiden der sechs afrikanischen Mannschaften bei der Heim-WM. "Es ist sehr traurig, dass fünf von sechs afrikanischen Teams in der Vorrunde gescheitert sind. Wir bereuen das sehr. Und wir müssen schauen, dass wir in Zukunft bessere Resultate abliefern. Aber zumindest Ghana hat unsere Ehre gerettet."

Das WM-Turnier am Kap wird am Sonntag (20.30 Uhr/ZDF und Sky live) im Endspiel zwischen den Niederlanden und Europameister Spanien im Soccer-City-Stadion von Johannesburg entschieden. Am Samstag (20.30 Uhr/ARD und Sky live) stehen sich im Spiel um Platz drei Deutschland und Uruguay in Port Elizabeth gegenüber.

(SID/born)
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