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Peinliche Pleite in Guatemala
US-Presse schimpft nach "Horror-Show" auf Klinsmanns Team

Fotos: USA kassieren Pleite in Guatemala
Fotos: USA kassieren Pleite in Guatemala FOTO: afp, dsk
Guatemala-Stadt/Köln. US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann steht nach dem 0:2 in Guatemala unter Druck. Beim Wiedersehen am Dienstag könnte schon ein Remis zu wenig sein.

"Albtraum", "peinlich", "Horror-Show": Nach der Blamage in Guatemala ließ die US-Presse kein gutes Haar an Jürgen Klinsmann und dessen Soccer Boys. Das unerwartet einseitige 0:2 (0:2) in der WM-Qualifikation ließ die Alarmglocken schrillen, beim Wiedersehen am Dienstag in Columbus könnte schon ein Remis zu wenig sein.

"Das war eine peinliche Niederlage. Der Traum von der WM droht zum Albtraum zu werden. Bis Dienstag muss Klinsmann Antworten finden, warum das Spiel in Guatemala zu einer Horror-Show wurde", schrieb die Zeitung USA Today über die blutleere Vorstellung des Teams.

In der Tabelle rutschten die USA mit vier Punkten hinter Trinidad und Tobago (7) und Guatemala (6) auf Rang drei ab. Das Problem: Nur die zwei besten Teams erreichen die nächste Runde. Letztmals nicht für eine WM-Runde qualifiziert waren die USA 1986.

Das ist Jürgen Klinsmann FOTO: dapd

"Für uns ist das natürlich enttäuschend. Wir haben zu viele Fehler gemacht. Auf internationalem Niveau darf man sich das nicht erlauben", sagte Klinsmann, dessen Team schnell auf die Verliererstraße geriet. Vor dem 0:1 durch Rafael Morales (7.) stand nach einer Ecke kein US-Spieler am zweiten Pfosten, für das 0:2 durch Carlos Ruiz (15.) war laut Klinsmann gleich eine ganze "Kette von Fehlern" verantwortlich.

"Eine Nacht zum Vergessen"

Mit dieser Meinung war der ehemalige Bundestrainer freilich nicht alleine. "Die Reise nach Guatemala wurde für Klinsmanns Team in nur 15 Minuten zum Albtraum. Einige Spieler zeigten eine ordentliche Leistung, doch der Rest erlebte eine Nacht zum Vergessen", urteilte ESPN. USA Today legte nach: "So viel zum Thema problemlose WM-Qualifikation. Jetzt ist der Weg nach Russland plötzlich dornig."

Nie zuvor hatte Guatemala in der WM-Qualifikation gegen die USA gewonnen, entsprechend schlecht gelaunt war Klinsmann. Zumal nun auch John Brooks von Hertha BSC ausfällt. Der 23-Jährige erlitt eine Prellung am linken Knie und trat bereits die Heimreise an. Ob der ebenfalls angeschlagene Fabian Johnson von Borussia Mönchengladbach rechtzeitig fit wird, ist offen.

Einer der wenigen Lichtblicke war Stürmer Bobby Wood von Zweitligist Union Berlin. "Wood kämpfte während des gesamten Spiels hart und zeigte mehr Leidenschaft als jeder andere, der die amerikanischen Farben trug", schrieb ESPN über den umworbenen Angreifer.

Etwas besser läuft es derweil für Winfried Schäfer mit Jamaika. Die Reggae Boyz holten gegen Tabellenführer Costa Rica in Kingston ein 1:1 (1:0). Jamaika ist zwar ebenso wie die USA derzeit nur Tabellendritter, allerdings punktgleich mit dem Zweiten Panama. Vor dem zweiten Duell am Dienstag ist der Druck für Schäfer dennoch groß - das hat er mit Klinsmann gemeinsam.

(areh/sid)
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