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WM-Qualifikation
Alaba verletzt – Österreich droht Aus

WM-Quali: David Alaba verletzt – Österreich droht Aus
Österreichs David ALaba. FOTO: dpa
Köln. Die spanische Nationalmannschaft hat nach einem Torfestival gegen Fußball-Zwerg Liechenstein Kurs auf die WM 2018 in Russland gehalten, Italien muss trotz eines 1:0 (0:0) in der Gruppe G weiter um die 19. Endrundenteilnahme bangen.

Das Team von Julen Lopetegui, der die Mannschaft nach der EM 2018 von Vicente del Bosque übernommen hatte, fertigte Liechtenstein mit 8:0 (4:0) ab, Italien setzte sich gegen Israel mit 1:0 (0:0) durch und hat damit zumindest den Play-off-Platz so gut wie sicher.

Real-Madrid-Star Sergio Ramos (3.) eröffnete den Torreigen gegen die Auswahl des Fürstentums, Alvaro Morata (15./54.), Isco (16.), David Silva (40.), Iago Aspas (51./63.) und ein Eigentor von Maximilian Göppel (89.) erhöhten auf 8:0. Für den viermaligen Weltmeister Italien war der Ex-Dortmunder Ciro Immobile (53.) erfolgreich.

Bei noch zwei verbleibenden Spielen führt der Weltmeister von 2010 die Gruppe G mit 22 Punkten an, Italien folgt auf Rang zwei mit 19 Zählern. Albanien bleibt nach einem 1:1 (0:0) gegen Mazedonien Dritter (13 Punkte).

Österreich nur noch mit theoretischer WM-Chance

In der Gruppe D muss Österreich an den verbleibenden beiden Spieltagen auf Patzer der Konkurrenz hoffen. Die Mannschaft von Trainer Marcel Koller kam in Wien gegen Georgien nicht über ein 1:1 (1:1) 

Georgien ging im Wiener Ernst-Happel-Stadion durch Valeriane Gvilia (8. Minute) früh in Führung, ehe Louis Schaub (43.) kurz vor der Pause zum Ausgleich traf. Schaub wurde erst fünf Minuten zuvor für David Alaba eingewechselt. Der Bundesligaprofi von Bayern München verletzte sich in der 38. Minute und konnte nicht weiterspielen.

Die Österreicher, die im Vorjahr ohne Sieg bei der EM bereits in der Vorrunde ausgeschieden waren, haben nach acht Spielen nur neun Punkte auf dem Konto. Um das Ticket nach Russland geht es Anfang Oktober in den Spielen gegen Serbien und in Moldawien. Österreich nahm 1998 in Frankreich letztmals an einer Weltmeisterschaft teil.

Als Vierter der Gruppe D beträgt der Rückstand auf Rang zwei, der zumindest zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt, bereits fünf Punkte. Eine direkte Qualifikation ist nicht mehr möglich, Spitzenreiter Serbien liegt neun Punkte vor Österreich.

Serbien gewinnt Schlüsselspiel in Irland

Der Tabellenführer siegte bei Verfolger Irland 1:0 (0:0) und hat 18 Punkte auf dem Konto. Bei noch zwei verbleibenden Gruppenspielen beträgt der Vorsprung auf die Iren fünf Zähler. Neuer Gruppenzweiter ist Wales (14), das 2:0 (0:0) in Moldau gewann.

Aleksander Kolarov (55.) erzielte für Serbien das Tor des Tages. Nach einem Platzverweis von Nikola Maksimovic (68.) agierte Irland in der Schlussphase zwar in Überzahl, der Ausgleich gelang aber nicht. Hal Robson-Kanu (80.) und Aaron Ramsey (90.+3) trafen für den EM-Viertelfinalisten Wales.

Kampf um WM-Ticket nach Türkei-Sieg weiter offen

Durch einen Sieg der türkischen Nationalmannschaft bleibt der Kampf um das Ticket für die WM in Russland 2018 in der Gruppe I spannend. Mit dem 1:0 (0:0) durch einen Treffer des Ex-Frankfurters Cenk Tosun (75.) gegen Spitzenreiter Kroatien kletterte die Mannschaft von Trainer Mircea Lucescu auf den dritten Platz, punktgleich vor der Ukraine.

Die ersten vier Teams liegen bei noch zwei ausstehenden Spielen nur vier Zähler auseinander. Mit der 0:2-Niederlage (0:0) beim direkten Tabellennachbarn Island, springen die Isländer als direkter Verfolger Kroatiens auf Platz zwei.

Noch steht Kroatien mit 16 Punkten auf dem direkten Qualifikationsplatz, punktgleich mit Island, für die der Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson im Doppelpack (47./66.) traf. Dicht gefolgt von der Türkei auf Platz drei (14) und der Ukraine auf Platz vier, ebenfalls mit 14 Zählern. Abgeschlagen auf den Schlussrängen liegen Finnland (7) und Kosovo (1), die sich 1:0 trennten. Das Tor schoss Teemu Pukki (83.).

Die Sieger der neun europäischen Gruppen qualifizieren sich direkt für die Endrunde in Russland. Für die acht besten Gruppenzweiten geht es in den Playoffs im November um vier weitere Plätze.

(sid)
 
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