| 10.41 Uhr

WM-Quali in der Höhe Boliviens
Neymar und Co. hängen an der Sauerstoffflasche

La Paz. Am vorletzten Spieltag der WM-Qualifikation mussten Superstar Neymar und die brasilianische Nationalmannschaft in Bolivien antreten. Nach dem Spiel auf über 3000 Metern waren die Spieler so entkräftet, dass sie zu Sauerstoffmasken greifen mussten. 

Spiele in Bolivien sind für die meisten Gegner eine ungemütliche Angelegenheit. Das liegt in erster Linie nicht am Können der bolivianischen Nationalmannschaft, sondern an den äußeren Bedingungen. Das Estadio Hernando Siles in La Paz, in dem Bolivien seine Heimspiele austrägt, liegt auf 3637 Metern Höhe – der Sauerstoffgehalt der Luft ist dementsprechend niedrig, das Fußballspielen somit besonders für Mannschaften aus dem Ausland besonders kräftezehrend. Die Fifa hatte deshalb zwischenzeitlich sogar ein Verbot für offizielle Spiele über 2500 Metern erlassen. Nach Protesten wurde die Grenze jedoch auf 3000 Meter geändert, später wurde eine Ausnahmeregelung getroffen, sodass auch in La Paz weiter gespielt werden darf.

Am 17. Spieltag der südamerikanischen WM-Qualifikation waren es nun Neymar und Co., die in La Paz gefordert waren. Trotz zahlreicher Möglichkeiten kam die Selecao nur zu einem torlosen Remis – erschöpft waren die Spieler nach dem Abpfiff dennoch, wie ein Bild zeigt, das Neymar bei Instagram postete. Unter dem Foto von ihm und einigen Teamkollegen, die Sauerstoffmasken tragen, schreibt er: "Unmenschlich, unter diesen Bedingungen zu spielen." Auch die Nationalmannschaft hielt den kuriosen Moment auf einem Foto fest.

Für beide Mannschaften hatte das Ergebnis nur statistischen Wert: Brasilien war bereits für die WM in Russland qualifiziert, Bolivien hatte schon vor der Begegnung keine Chance mehr auf die Endrunden-Teilnahme.

(tsp)
 
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