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Pressestimmen
Ausland attackiert Kevin Boateng

Köln (RPO). Mitgefühl für "Opfer" Michael Ballack und harsche Kritik an "Täter" Kevin Boateng. Die internationalen Medien waren sich nach dem WM-Aus des deutschen Nationalmannschaft-Kapitäns einig: "Deutschland verliert die wichtigste Figur", titelte El Mundo.

Der gebürtige Berliner Boateng wurde von vielen Zeitungen offen an den Pranger gestellt. Der Spieler vom FC Portsmouth hatte Ballack am vergangenen Samstag im FA-Cup-Finale gegen den FC Chelsea (0:1) übel gefoult. "Die Weltmeisterschaft von Boateng hat schon am Samstag in Wembley begonnen, als er der WM-Teilnahme Ballacks mit einem Schlag auf den rechten Knöchel ein Ende gesetzt hat", schrieb die Gazzetta dello Sport. Die Times schrieb eher zurückhaltend: "Boateng hat sich mit dieser Aktion in Deutschland keine neuen Freunde gemacht."

Während die spanische Tageszeitung Sport Bayern-Profi Bastian Schweinsteiger ("Er muss jetzt mehr Verantwortung übernehmen") in die Pflicht nahm, brachte die Corriere dello Sport sogar den ursprünglich für die WM nicht berücksichtigten Thomas Hitzlsperger (Lazio Rom) als Ballack-Ersatz ins Gespräch. "Jetzt kann Hitzlsperger auf einen Ruf des deutschen Coachs Joachim Löw hoffen", schrieb das Blatt.

Die englische Zeitung The Mirror gewann dem WM-Ausfall von Ballack sogar noch etwas Positives ab - und heizte die Stimmung zwischen den alten Rivalen noch vor dem WM-Anpfiff mächtig an. "Diese Nachricht gibt dem englischen Team Auftrieb. Immerhin könnten die Three Lions in der ersten K.o.-Runde auf Deutschland treffen." 

Die Pressestimmen aus England, Italien und Spanien im Überblick.

(SID/chk)
 
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