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Druck auf DFB-Präsident wächst
Niersbach muss sein Amt ruhen lassen

DFB: Wolfgang Niersbach muss sein Amt ruhen lassen
DFB-Präsident Wolfgang Niersbach. FOTO: dpa, ade nic
Meinung | Düsseldorf. Seit Dienstag ein Großaufgebot an Steuerfahndern in der DFB-Zentrale sowie in den Wohnhäusern von Wolfgang Niersbach, Theo Zwanziger und des treuen Vasallen Horst R. Schmidt anrückte, hat der Skandal rund um die WM 2006 eine neue Dimension erreicht. Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall, so lautet der Verdacht der Staatsanwaltschaft. Von Martin Beils

Der Staat zeigt dem gern auf seine Eigenständigkeit pochenden Sport, wo die Grenzen seiner Autonomie liegen. In den großen Skandalen des Profisports waren es immer staatliche Stellen, die für Klarheit sorgten, und keine Kommissionen der Verbände oder von ihnen beauftragte externe Ermittler. Die US-Steuerfahndung brachte die Doping-Großmeister Lance Armstrong und Marion Jones zur Strecke. Die korrupte Fifa hat erst durch die amerikanische Justiz und Schweizer Behörden angemessen Druck bekommen.

Nun zeigt sich, dass Niersbach mit seiner völlig unzureichenden Aufklärungsarbeit nicht durchkommt. Es ist an der Zeit, dass er sein Amt als DFB-Präsident ruhen lässt. Und Zwanziger, der lautstarke Ankläger, geht in der erbitterten Fehde mit seinem Vorgänger volles Risiko - hart am Rande des Abgrunds.

Steuerfahnder durchsuchen DFB-Zentrale in Frankfurt FOTO: dpa, brx fdt
Quelle: RP
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