| 13.41 Uhr

Löw muss vier Spieler streichen
Die Wackelkandidaten im deutschen WM-Kader

WM-Kader 2010: die Verlierer
WM-Kader 2010: die Verlierer FOTO: ddp
Stuttgart (RPO). Bundestrainer Joachim Löw hat 27 Spieler ins vorläufige DFB-Aufgebot für die Weltmeisterschaft in Südafrika berufen. Vier Akteure muss er noch streichen. Wir sagen Ihnen, wer um sein Ticket zittern muss. Von Christian Kurth

Tor:

Nominiert sind: Manuel Neuer (Schalke 04), Tim Wiese (Werder Bremen), Jörg Butt (Bayern München).

Zittern muss: Niemand! Löw wird mit drei Torhütern nach Südafrika fahren.

Abwehr:

Nominiert sind: Dennis Aogo (Hamburger SV), Jerome Boateng (Hamburger SV), Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), Philipp Lahm (Bayern München), Per Mertesacker (Werder Bremen), Marcell Jansen (Hamburger SV), Serdar Tasci (VfB Stuttgart), Holger Badstuber (Bayern München), Heiko Westermann (Schalke 04), Andreas Beck (1899 Hoffenheim).

Zittern müssen: Dennis Aogo, Holger Badstuber, Marcell Jansen, Andreas Beck, Serdar Tasci.

Wir meinen: Einiges hängt von der Verletzung des Hamburgers Jansen ab. Wird der frühere Gladbacher zeitig fit, wird es für seinen Teamkollegen Aogo eng. Holger Badstuber ist zwar ein Neuling, aber sicher mit besseren Karten, weil er auch auf der Innenverteidiger-Position spielen kann. Das wiederum bringt die Nominierung von Tasci in Gefahr. Auf der rechten Seite ist Philipp Lahm gesetzt. Andreas Beck wird zu Hause bleiben, weil zur Not Friedrich, Boateng oder Mittelfeldspieler Träsch diesen Part übernehmen können.

Mittelfeld:

Nominiert sind: Michael Ballack (FC Chelsea), Marko Marin, Mesut Özil (alle Werder Bremen), Piotr Trochowski (Hamburger SV), Sami Khedira, Christian Träsch (beide VfB Stuttgart), Toni Kroos (Bayer Leverkusen), Bastian Schweinsteiger (Bayern München).

Zittern müssen: Christian Träsch, Marko Marin, Piotr Trochowski

Wir meinen: Es wird ein enges Rennen. In Relation zur Abwehr hat Löw im Mittelfeld nicht so viele Alternativen. Ballack, Schweinsteiger und Özil sind Stammkräfte. Von den Zitterkandidaten könnte es jeden treffen, aber mindestens zwei davon werden nach Südafrika reisen. Trochowski hat die schlechtesten Karten

Angriff:

Nominiert sind: Cacau (VfB Stuttgart), Mario Gomez, Miroslav Klose, Thomas Müller (alle Bayern München), Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), Lukas Podolski (1. FC Köln).

Zittern müssen: Cacau und Gomez

Wir meinen: Ein Stürmer muss wohl daheim bleiben. Geht es nach der aktuellen Form, wären Podolski, Klose oder Gomez die "Opfer". Die beiden Erstgenannten sind bei Löw gesetzt, die Nominierung von Gomez stand offenbar ohnehin auf der Kippe. "Ich weiß, dass der Bundestrainer eine hohe Meinung von Miroslav Klose hat, da dieser bei den bisherigen WM-Turnieren ja immer sehr erfolgreich war", sagt DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach. "Eine Unsicherheit sah ich eher bei Mario Gomez." Ein anderer Zitterkandidat ist trotz guter Rückrunde Cacau, den Löw schätzt. An Kießling kommt er mit 21 Bundesliga-Treffern jedoch nicht vorbei. Müller ist eine gute Variante für sämtliche Offensiv-Positionen, kann sogar im Mittelfeld spielen.

 
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