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Ex-DFB-Boss
Fifa-Ermittlungen gegen Niersbach nicht vor März 2016

Porträt: Niersbach: Vom Journalisten zum Macher im Fußball
Porträt: Niersbach: Vom Journalisten zum Macher im Fußball FOTO: RPO
Frankfurt/Main. In der Affäre um die WM 2006 muss der zurückgetretene DFB-Präsident Wolfgang Niersbach vor März 2016 keine Ermittlungen durch die Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa fürchten.

Das berichtet "Der Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. Nach Recherchen des Nachrichtenmagazins will das Fifa-Gremium erst die Ermittlungen der Wirtschaftskanzlei Freshfields abwarten, die der Deutsche Fußball-Bund mit der Aufklärung der Affäre beauftragt hat.

Ein weiterer Punkt ist dem Bericht zufolge die Überlastung der Ethikkommission, die aktuell wegen diverser Korruptionsskandale gegen rund ein Dutzend Fifa-Funktionäre ermittelt. "Wir sind absolut ausgelastet", wird ein Fifa-"Insider" vom "Spiegel" zitiert.

Niersbach war Anfang November als DFB-Präsident zurückgetreten, sitzt als Vertreter des deutschen Fußballs aber nach wie vor im Exekutivkomitee der Fifa. Gegen den 65-Jährigen wird unter anderem wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt, weil er 2007 als DFB-Generalsekretär jene Steuererklärung unterschrieben hatte, in der die Rückzahlung der ominösen 6,7 Millionen Euro im Zentrum der gesamten Affäre falsch deklariert worden war.

Außerdem verstrickte sich Niersbach nach dem Bekanntwerden des WM-Skandals mehrfach in Widersprüche. Bis heute ist nicht geklärt, wann genau er von welchen dubiosen Geldflüssen erfuhr. Laut "Spiegel" ist nach wie vor möglich, dass die Ethikkommission der Fifa ein "formelles Verfahren" gegen ihn einleitet.

(dpa)
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