| 11.14 Uhr

WM-Skandal
Beckenbauer sagt Weinprobe in Zürich ab

Der Geldfluss vor der WM 2006
Der Geldfluss vor der WM 2006
Franz Beckenbauer hat im Zuge der Ermittlungen der Schweizer Bundesanwaltschaft (BA) im Skandal um die Fußball-WM 2006 anstehende öffentlichen Auftritte abgesagt.

Ursprünglich hatte der 70-Jährige am Freitagabend in einem Zürcher Hotel "Des Kaisers Weine" vorstellen wollen. Der Veranstalter teilte dem SID mit, dass Beckenbauer, seit kurzem Haupteigentümer eines südafrikanischen Weingutes, nicht in die Schweiz reisen werde.

Am Donnerstag war Beckenbauers Haus in Salzburg laut "Bild" zwei Stunden lang durchsucht worden. Insgesamt hatte die BA acht Razzien durchführen lassen. Das Strafverfahren gegen den damaligen WM-Organisationsboss läuft seit dem 6. November 2015. Es geht um den "Verdacht des Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, der Geldwäscherei sowie der Veruntreuung".

Neben Beckenbauer werden die früheren DFB-Präsidenten Theo Zwanziger (71) und Wolfgang Niersbach (65) sowie der ehemalige Generalsekretär Horst R. Schmidt (74) beschuldigt. Die BA wies ausdrücklich darauf hin, dass für alle Verdächtigen die Unschuldsvermutung gilt. Die BA ist zuständig, weil die damaligen finanziellen Transaktionen weitgehend über Schweizer Konten durchgeführt wurden.

(sid)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Franz Beckenbauer sagt Weinprobe in Zürich ab


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.