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WM-Qualifikation in San Marino
Ein Spiel, das niemand braucht

Diese Jobs üben die Nationalspieler San Marinos aus
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Meinung | Düsseldorf. Zehn Spieltage hat die Bundesliga hinter sich gebracht. Und schon dreimal wurde der Schaffensdrang der deutschen Fußballer durch Länderspielpausen unterbrochen. Die wohl überflüssigste ist die an diesem verlängerten Wochenende. Von Robert Peters

Während das Testspiel gegen Italien kommende Woche zumindest als gute Möglichkeit durchgeht, den aufstrebenden Nachwuchs unter ernsthaften Bedingungen eines Spiels gegen einen großen Gegner zu erproben, braucht WM-Qualifikations-Spiele gegen San Marino kein Mensch. Kein Mensch außerhalb von San Marino, versteht sich. Denn dort freut sich der Anhang auf ein Gastspiel des Weltmeisters.

Ein normales Fußballspiel wird dennoch nicht zustandekommen. Der Leistungsunterschied zwischen den hochdekorierten Profis aus Deutschland und den Feierabend-Fußballern aus dem Zwergstaat ist viel zu groß.

Die Begegnung zwischen den ungleichen Gegnern ist ein weiterer Beitrag der Fifa zur überflüssigen Verwässerung ihrer Wettbewerbe. Niemand wird sportlich schlüssige Gründe vorlegen, mit denen erklärt wird, warum es keine vorgeschalteten Qualifikationsrunden gibt. Im deutschen Pokal tritt doch auch nicht die TSG Sprockhövel automatisch in der ersten Runde gegen Borussia Dortmund an. Dabei gibt es in Sprockhövel wahrscheinlich mehr Fußballer, die unter Profibedingungen trainieren, als in San Marino.

 
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