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Teures Jahrhundert-Projekt
DFB-Bundestag stimmt Bau der neuen Akademie zu

Porträt: Reinhard Grindel: Der neue DFB-Präsident
Porträt: Reinhard Grindel: Der neue DFB-Präsident FOTO: dpa, fis jhe
Frankfurt/Main. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird seine neue Akademie verwirklichen können. Am Freitag segnete der Bundestag das Projekt in Frankfurt einstimmig ab.

Grünes Licht für das "Leuchtturmprojekt": Dem Bau der 150 Millionen Euro teuren DFB-Akademie steht nichts mehr im Weg. Wie erwartet stimmte der Außerordentliche Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Freitag in Frankfurt/Main den Plänen einstimmig zu - spätestens Anfang 2021 soll der Umzug auf das Gelände der ehemaligen Galopprennbahn im Stadtteil Niederrad erfolgen.

"Wir sind froh die Rechtssicherheit zu haben, um dieses Jahrhundertprojekt zu realisieren. Wer optimale Leistungen erwartet, der muss auch optimale Rahmenbedingungen bieten", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel im Saal "Harmonie" der Frankfurter Messe. Allein der Gebäude-Komplex soll 307 Meter lang und 149 Meter breit werden. Unter anderem drei Fußballfelder und eine Mehrzweckhalle werden gebaut. Der DFB hofft, das Gelände im 1. Quartal 2018 von der Stadt Frankfurt übergeben zu bekommen und noch vor der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) den ersten Spatenstich setzen zu können.

"Das wäre ein wunderbares Symbol. Am alten Gebäude hängt irgendwie die WM-Affäre", sagte Grindel mit Blick auf die (zu kleine) Verbandszentrale im Stadtwald und ergänzte in Bezug auf das neue Leistungszentrum: "Ich hoffe, dass wir den Skandal mit dem Einzug hinter uns lassen können."

Eigentlich hatte der DFB das Rennbahn-Gelände bereits Anfang 2016 erhalten und mit dem Bau beginnen wollen, doch der ansässige Renn-Klub wehrte sich mit allen Mitteln gegen die Zwangsräumung. Erst im September dieses Jahres hatte der Bundesgerichtshof mit seinem Machtwort den jahrelangen Rechtsstreit zwischen der Stadt und dem Klub beendet.

Auch wegen der vielen Prozesse waren die Kosten von ursprünglich 109 Millionen Euro angewachsen, der erhebliche Anstieg macht die Einberufung des Außerordentlichen Bundestages erst notwendig. "Wir können uns das nur leisten, weil wir überragende Sponsorenverträge abgeschlossen haben", sagte Grindel.

Die reinen Baukosten betragen 123 Millionen Euro, der DFB rechnet auch Sicherheitsleistungen dazu, sodass die Deckelung bei 150 Millionen liegt. 75 Millionen der Gesamtkosten sollen finanziert werden. In Richtung der Amateure sagte Grindel: "Niemand an der Amateurbasis muss befürchten, dass der Neubau zu Lasten derjenigen geht, die das eigentliche Fundament des DFB sind."

(sid)
 
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