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Skandal um WM-Vergabe 2006
Netzer hält an Klage gegen Zwanziger fest

Das ist Günter Netzer
Das ist Günter Netzer FOTO: Andreas Bretz
Düsseldorf. Der frühere WM-Botschafter Günter Netzer hat im Zuge der WM-Affäre bereits am Samstag den externen Ermittlern der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer Rede und Antwort gestanden.

Nach "Express"-Informationen fand das Gespräch in der Kölner Kanzlei Höcker statt. Am vergangenen Freitag hatte Netzers Anwalt Lucas Brost erklärt, Netzer habe den Kontakt zum früheren adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus hergestellt.

Die Aussage bezieht sich auf Dreyfus' Forderung aus dem Jahr 2004 nach Rückzahlung eines mutmaßlich zwei Jahre zuvor gewährten Darlehens über 6,7 Millionen Euro.

Wie der Express berichtet, hält Netzer zudem an seiner Klage gegen den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger fest. Der Europameister von 1972 wehrt sich vehement gegen die öffentlichen Darstellungen des Ex-DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, Netzer habe ihm erklärt, mit dem mutmaßlichen Millionendarlehen seien die vier asiatischen Stimmen für die WM-Vergabe im Juli 2000 gekauft worden. Zwanziger weigerte sich, eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen.

Netzer besteht darauf, "von der Vorgeschichte oder dem vermeintlichen Darlehen nichts gewusst zu haben", sagte Brost: "Er sieht sich nicht als Hauptprotagonisten an. In diese Rolle wurde er erst von Theo Zwanziger gedrängt." Die Klageschrift werde laut Express derzeit von der Kanzlei Höcker ausgearbeitet.

(seeg/sid)
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