| 10.14 Uhr

WM-Affäre und neue Probleme
Verliert der DFB seine Gemeinnützigkeit?

Zwanziger gegen Niersbach: Chronik einer Männerfeindschaft
Zwanziger gegen Niersbach: Chronik einer Männerfeindschaft
Frankfurt/Main. Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) droht einem Medienbericht zufolge eine weitere Steuernachzahlung in Millionenhöhe sowie der vorübergehende Verlust der Gemeinnützigkeit. Demnach soll der Fiskus aufgrund von Verstößen gegen Marken- und Bandenrechte seit dem Jahr 2008 über 50 Millionen Euro fordern.

Das berichtet die "Bild". Demnach werten die Finanzbehörden angeblich den Spielbetrieb der Nationalmannschaften als "kommerziell", sodass dieser aus dem gemeinnützigen DFB ausgegliedert werden müsste.

Der Verband wollte den Medienbericht inhaltlich nicht kommentieren. DFB-Mediendirektor Ralf Köttker teilte auf SID-Anfrage mit: "Der DFB befindet sich in einer turnusmäßigen Betriebsprüfung. Ergebnisse dazu liegen uns nicht vor, deshalb kommentieren wir keine Spekulationen." Die Aberkennung der Gemeinnützigkeit hätte für den DFB vorwiegend steuerrechtliche Konsequenzen.

Unabhängig von dieser Causa kam den Verband bereits die Affäre um die Vergabe der WM-Endrunde 2006 teuer zu stehen. Das zuständige Finanzamt Frankfurt I hatte wegen der Verschleierung einer weiterhin ungeklärten Millionen-Zahlung der WM-Macher an den Weltverband FIFA zu zunächst rund 19,2 Millionen Euro verpflichtet.

Für das Jahr des "Sommermärchens" wurde dem weltgrößten Sportfachverband zudem ebenfalls der Status der Gemeinnützigkeit aberkannt. Der DFB hatte die Nachzahlung geleistet, die Steuerbescheide aber angefochten.

(sid)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

WM 2006: Verliert der DFB seine Gemeinnützigkeit?


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.