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WM-Auslosung
So könnte Deutschlands Weg ins Finale aussehen

Pressestimmen: "Espresso am Schwarzen Meer"
Pressestimmen: "Espresso am Schwarzen Meer" FOTO: afp
Düsseldorf. Die Mission ist klar: In Russland will die DFB-Elf den Weltmeistertitel verteidigen. Aber wen müsste Deutschland dafür alles aus dem Weg räumen? Der mögliche Weg ins Finale zeigt: Die Lospaten meinten es gut mit Joachim Löws Team. Von Tim Specks

Joachim Löw war mal wieder tiefenentspannt. "Erschrocken" sei er nicht, ließ der Bundestrainer im Anschluss an die WM-Auslosung wissen. Sollte heißen: In einer Gruppe mit Mexiko, Schweden und Südkorea dürfte Deutschland zumindest ohne größere Probleme den Gruppensieg einfahren können. Allerdings: Dieses Ziel sollte die DFB-Elf auch tunlichst haben - durch die Konstellation in den anderen Gruppen würde sie bei einem möglichen zweiten Platz in Gruppe F der deutlich schwerere Turnierweg erwarten.

Die Lospaten im Moskauer Kreml meinten es augenscheinlich gut mit der deutschen Mannschaft. Sollte sie erwartungsgemäß Gruppensieger werden, träfe sie aller Wahrscheinlichkeit nach im Achtelfinale (Dienstag, 3. Juli, 16 Uhr) auf die Schweiz, die in Gruppe E wohl hinter Brasilien, aber vor Serbien und vor Costa Rica landen dürfte. Ein Spiel gegen die Eidgenossen wäre kein Selbstläufer, Deutschland aber der klare Favorit.

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Setzt sich Jogi Löws Team dort durch, wäre Polen ein wahrscheinlicher Gegner im Viertelfinale (Samstag, 7. Juli, 16 Uhr). Das Team um Robert Lewandowski spielte eine bärenstarke Qualifikation und hat gute Chancen, in Gruppe H vor Kolumbien, dem Senegal und Japan zu landen. In diesem Fall dürften die Polen ihr Achtelfinale gegen England (in diesem Szenario Gruppenzweiter hinter Belgien) bestreiten - rein auf dem Papier wären die Polen (Weltranglistenplatz sieben) in dieser Partie der leichte Favorit gegenüber England (Platz 15). In einem Duell gegen Polen würde für Deutschland ähnliches gelten, wie bereits im Achtelfinale gegen die Schweiz: Kein einfaches Spiel, aber eine lösbare Aufgabe.

Im Halbfinale (Mittwoch, 11. Juli, 20 Uhr) dürfte dann - bei normalem Turnierverlauf - der erste schwere Brocken warten. Ein mögliches Szenario: Spanien gewinnt die Gruppe B vor Portugal, setzt sich im Achtelfinale gegen Gastgeber Russland durch und wirft dann im Viertelfinale Argentinien aus dem Turnier. Darauf ließe sich zumindest aus der Qualifikationsform der beiden Teams schließen: Spanien holte in der WM-Qualifikation 28 von 30 möglichen Punkten und verwies dabei Italien in die Play-offs. Argentinien wiederum sicherte sich das WM-Ticket erst auf den letzten Drücker und dank eines Dreierpacks von Superstar Lionel Messi im entscheidenden Spiel. Eine Neuauflage des Halbfinals der Weltmeisterschaft 2010 - damals mit bitterem Ende für Deutschland - ist also denkbar.

Setzt sich die deutsche Manschaft auch dort durch, stünde sie im WM-Finale. Der Weg der möglichen Gegner bis dorthin ist genau so unwägbar wie der der deutschen Elf, dennoch gibt es wahrscheinliche und weniger wahrscheinliche Szenarien. In einem denkbaren Szenario etwa könnte Frankreich (schlägt in der K.o-Runde Uruguay und Portugal) im Halbfinale auf Brasilien (setzt sich gegen Mexiko und Belgien durch) treffen. In einer solchen Partie träfen wohl zwei Mannschaften auf Augenhöhe aufeinander - betrachtet man aber das enorme Potenzial, das die Franzosen nicht zuletzt im Testspiel gegen Deutschland (2:2) im November andeuteten, könnten sie in einem solchen Spiel tatsächlich aber auch als leichter Favorit angesehen werden. So könnte es also am 15. Juli 2018 um 17 Uhr heißen: Deutschland trifft im WM-Finale von Moskau auf Frankreich.

Viel früher kompliziert könnte es für die DFB-Elf bei einem zweiten Platz in der Gruppe werden. In diesem Fall wären die möglichen Gegner vom Achtel- bis ins Halbfinale: Brasilien, Belgien, Frankreich - und Spanien ein denkbarer Final-Gegner.

 
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