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Halbfinale beim Confed-Cup
Italien sucht Mini-Chance gegen Spanien
Confed-Cup 2013: Weltmeister Spanien vergnügt sich am Strand
Confed-Cup 2013: Weltmeister Spanien vergnügt sich am Strand FOTO: dpa, Felipe Trueba
Für die Neuauflage des EM-Finales sucht Italiens Trainer Prandelli die richtige Taktik, um Spanien zu schlagen. Ein Kraftakt wird das Halbfinale beim Confed Cup angesichts von Temperaturen um 35 Grad in jedem Fall. In Rio laufen schon die Vorbereitungen für das Finale.

Glaubt man Cesare Prandelli, dann hat Italien bei der brisanten Revanche gegen Spanien praktisch keine Chance. "Es wird ein Spiel der Leiden für uns", sagte der Trainer der Squadra Azzurra vor der Neuauflage des EM-Finales am Donnerstag in Fortaleza (21.00 Uhr/ARD). Die 0:4-Demontage gegen Spaniens Übermannschaft bei der EM 2012 lastet immer noch schwer auf der italienischen Fußball-Seele.

Vor dem Halbfinale beim Confederations Cup macht sich Italien bewusst klein, um den von Prandelli zum "klaren Favoriten" erklärten Welt- und Europameister bei der erwarteten Hitzeschlacht im Estadio Castelão dann taktisch vielleicht doch zu überrumpeln. "Wir müssen etwas Anderes probieren", erklärte Tüftler Prandelli, der einen Kraftakt erwartet.

Vorbereitungen in Rio

Während sich die Repräsentanten Europas auf den erst zweiten direkten Vergleich zweier Mannschaften des Kontinents in der Historie des Confederations Cups vorbereiten, laufen in Rio de Janeiro schon die Vorbereitungen auf das Finale am Sonntag im Maracana.

Dort werden mehr Sicherheitskräfte eingesetzt als in den Gruppenspielen des Testlaufs für die Fußball-WM 2014. "Die Zahl der Stewards wird auf 1300 erhöht", sagte OK-Sprecher Saint-Clair Milesi am Mittwoch. Bei den bisherigen Spielen im Maracana waren je 1050 Ordner im Einsatz gewesen. Die Maßnahme habe allerdings nicht mit den Demonstrationen in den vergangenen Tagen in Brasilien zu tun.

Es gehe ausschließlich um die Sicherheit der Besucher im Stadion, wo es bisher zu keinerlei Zwischenfällen gekommen war. Für Sonntag werden in Rio de Janeiro erneute Massenproteste gegen Misswirtschaft und Korruption erwartet.

"Vergessen, was in Kiew war"

Ausgerechnet am Donnerstag soll es den heißesten Tag der Woche in Fortaleza mit bis zu 35 Grad geben. Am Nachmittag brasilianischer Zeit werden die Spieler an die körperliche Leistungsgrenze gehen müssen. Spaniens Coach Vicente del Bosque ermahnte sein seit 25 Länderspielen unbesiegtes Team, den 4:0-Triumph der EM aus den Köpfen zu verbannen. "Wir sollten alles vergessen, was vor einem Jahr in Kiew war. Hier ist es eine ganz andere Situation", sagte er.

Italien sei im Finale vor einem Jahr "sehr müde" gewesen nach dem 2:1-Sieg zuvor gegen Deutschland. "Sie hatten nach dem Halbfinale einen Tag weniger Zeit zur Erholung", erinnerte Del Bosque. Dieses Mal ist es umgekehrt, Italien hatte 24 Stunden länger Pause. Bei der Neuauflage fehlt Italien jedoch der verletzte Stürmerstar Mario Balotelli, was ein Wehklagen auslöste. "Balotelli ist natürlich ein Spieler, der den Unterschied ausmachen kann", räumte Spaniens Innenverteidiger Sergio Ramos ein.

Eine spannende Frage lautet, mit welchem Stürmer Spanien beginnt. Bei der EM hatte Del Bosque gegen Italien in beiden Partien mit Mittelfeldspieler Cesc Fabrégas als verkappter Spitze agiert. In Brasilien hat sich Fernando Torres aufgedrängt. "Ich fühle mich gut, stark und selbstbewusst", sagte der fünfmalige Turniertorschütze.

Proteste gehen weiter

In Rio sorgte die Errichtung eines großen Eisentores am Stadion am Mittwoch für Verwunderung. Diese Baumaßnahme habe aber nichts mit der aktuellen Sicherheitslage zu tun, versicherte Milesi. Vielmehr sei die Absperrung Teil der normalen Umbauten am Maracana. Das Finale des WM-Testlaufs ist mit 69.459 Zuschauern ausverkauft.

Zu Gast soll auch die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff sein. Mit ihrem Vorstoß, wegen der Massenproteste im Lande eine verfassungsändernde Versammlung einberufen zu lassen, ist die Staatschefin gescheitert. Stattdessen sollten mehrere Einzelfragen zu politischen Reformen dem Volk zur Abstimmung vorgelegt werden, teilte Erziehungsminister Aloizio Mercadante in Brasília mit.

Quelle: dpa/can
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