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"Man sollte sich selbst ein Bild machen"
Neustädter kann Russland-Kritik nicht nachvollziehen

Das ist Roman Neustädter
Das ist Roman Neustädter FOTO: afp, PATRIK STOLLARZ
Der frühere deutsche und heutige russische Nationalspieler Roman Neustädter kann die Kritik an der Fußball-WM 2018 in Russland nicht nachvollziehen. Er erwartet ein erfolgreiches Turnier im kommenden Sommer.

"Ich weiß nicht, warum sich die Leute die ganze Zeit Gedanken machen", sagte der 29-Jährige nach seiner Rückkehr in die Sbornaja, die derzeit in Moskau trainiert: "Ich denke, dass es eine super Weltmeisterschaft werden wird."

Auch in anderen Ländern habe es Kritik vor WM- oder EM-Endrunden gegeben. "Und am Ende ist alles gut gegangen und alle waren zufrieden", sagte Neustädter, der seit 2016 für Russlands Auswahlteam spielberechtigt ist: "Man sollte nicht vorher urteilen, sondern sich selbst ein Bild machen. Ich denke, es wird alles glatt laufen."

Für den früheren Bundesliga-Profi (FSV Mainz 05, Borussia Mönchengladbach und Schalke 04), der derzeit in der Türkei bei Fenerbahce Istanbul unter Vertrag steht, ist die WM-Teilnahme "ganz klar das Ziel", sagte Neustädter, der für den Confed Cup im Sommer nicht nominiert worden war: "Aber dafür muss ich im Verein kontinuierlich meine Leistung bringen."

Russlands Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow sieht in dem in der Ukraine geborenen Defensivspieler durchaus eine Verstärkung. "Wir müssen objektiv sein, seine Form war nicht gut", sagte der Coach: "Jetzt spielt er regelmäßig und bekommt natürlich wieder seine Chance. Wir werden sehen, wie weit er ist."

Das russische Team bestreitet am Sonntag ein Freundschaftsspiel gegen den Moskauer Klub Dynamo. Für die Vorbereitung auf die WM im kommenden Jahr (14. Juni bis 15. Juni) ist auch der frühere deutsche U21-Nationalspieler Konstantin Rausch (1. FC Köln) nominiert worden.

(sid)
 
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