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Präsident des größten Fußball-Verbandes der Welt
Wolfgang Niersbach zieht beim DFB die Strippen

Porträt: Niersbach: Vom Journalisten zum Macher im Fußball
Porträt: Niersbach: Vom Journalisten zum Macher im Fußball FOTO: RPO
Düsseldorf. Mit der Formulierung von Lebenszielen hat sich Wolfgang Niersbach immer schon öffentlich zurückgehalten. Nach eigenem Bekunden drängte er eigentlich nie an die Schaltzentrale der Macht im deutschen Fußball – dafür ist er allerdings sehr konsequent seinen Weg gegangen. Von Gianni Costa

Niersbach (64) hat seine Karriere einst beim Sportinformationsdienst in Neuss begonnen. Er hat über mehr als ein Jahrzehnt die Stadienmagazine des Fußballklubs Fortuna Düsseldorf und der Düsseldorfer EG (Eishockey) gestaltet.

Bei der Fußball-EM 1988 in Deutschland war er der Pressechef und stand fortan unter besonderer Förderung von Franz Beckenbauer. Der "Kaiser" hat ihn maßgeblich unterstützt. Auch dank des prominenten Befürworters ist er zum mächtigen Mediendirektor des Verbands aufgestiegen. Als es später darum ging, die Weltmeisterschaft 2006 nach Deutschland zu holen, arbeiteten die beiden wieder eng zusammen. Beckenbauer war das öffentliche Gesicht der Kampagne, Niersbach der Strippenzieher im Hintergrund. So hat er es am liebsten gehabt. Doch dann ist er quasi in die erste Reihe gedrängt worden: Gegen den damaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger hatte sich eine Opposition gebildet. Zwanziger war wegen diverser Alleingänge in Ungnade gefallen. Niersbach konnte auf mächtige Unterstützer vor allem aus dem Profilager vertrauen. Günter Netzer zählt ebenfalls zu seinen Fürsprechern.

Beim 70. Geburtstag von Netzer im vergangenen Jahr gewährte Niersbach einen der wenigen Einblicke in sein Privatleben. Er zeigte sich auf der Feier mit seiner neuen Lebensgefährtin Marion Popp (41). Die Münchnerin war nach Informationen der "Bild" zuvor mit Beckenbauer-Berater Marcus Höfl liiert. Niersbach war bereits zweimal verheiratet und hat zwei Töchter. Zu seinen Hobbys zählen Skat (er saß schon mit Hennes Weisweiler an einem Tisch) und Tennis.

Quelle: RP
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