Krug äußert sich ablehnend: Zwanziger bringt Videobeweis ins Spiel
zuletzt aktualisiert: 06.02.2005 - 20:16Frankfurt/Main (rpo). Der Videobeweis wurde schon oft gefordert und nun schließt auch DFB-Präsident Theo Zwanziger angesichts der Wett- und Manipulations-Affäre im deutschen Fußball die Einführung desselbigen nicht mehr aus.
"Dem Thema Videobeweis müssen wir uns vorurteilsfrei stellen. Man muss auch klüger werden können", sagte Zwanziger. Dagegen sprach sich DFB-Chefschiedsrichter Hellmut Krug gegen einen Videobeweis oder einen Oberschiedsrichter aus.
Zwanziger sagte der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Wir müssen sehen, dass sich der professionelle Fußball in einer Weise verändert, dass wir moderne Techniken einsetzen können." Allerdings kann der DFB nach eigenen Angaben nicht selbst die Einführung beschließen, sondern ist dabei an den Weltverband FIFA gebunden.
Krug erklärte im "Tagesspiegel am Sonntag": "Solange wir keine praxisfähigen Vorschläge haben, werden wir vor allem zum Leidwesen der Schiedsrichter selbst mit der einen oder anderen Fehlentscheidung weiter leben müssen." Beim Fernsehbeweis sei unter anderem unklar, in welchen Situationen diese eingesetzt werden sollten. Außerdem sei die Unruhe, die während der Entscheidungsfindung auf den Rängen entstehen könnte, nicht zu unterschätzen.
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