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Einkaufen zum Null-Tarif: 2. Bundesliga: Transferpolitik auf Sparflamme

zuletzt aktualisiert: 13.07.2011 - 17:07

Berlin (RPO). Große Namen zum Nulltarif und Spieler als Leihgabe: Die Vereine der 2. Bundesliga kochen in der laufenden Transferperiode auf Sparflamme, können sich aber dennoch Topspieler sichern. Nils Petersen, Torschützenkönig der Vorsaison, schaffte den Sprung zu Rekordmeister Bayern München.

Ein Torjäger ging zum Rekordmeister, ein "Torphantom" soll wieder Angst und Schrecken verbreiten: Zwei Transfers sorgten in der kurzen Sommerpause der 2. Fußball-Bundesliga für viel Gesprächsstoff. Torschützenkönig Nils Petersen schaffte es von Energie Cottbus zu Bayern München, Hansa Rostock verpflichtete "Phantom" Marek Mintal vom 1. FC Nürnberg. Insgesamt achteten die 18 Klubs sehr auf den Geldbeutel und holten größtenteils Verstärkungen zum Nulltarif.

Auch Mintal war ablösefrei. Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig hat mit Hansa ein klares Ziel. "Ich will zeigen, was ich kann. Ich will gesund bleiben und dem Verein helfen, sich in der Liga zu etablieren. Und ich hoffe natürlich, dass ich ein paar Tore schießen werde."

Der 22 Jahre alte Petersen hat dagegen den Absprung geschafft - und das, wovon jeder Zweitligaprofi träumt. "Wenn man ein Angebot von Bayern München bekommt, dann muss man es annehmen. Von der ersten Sekunde an war ich darauf fixiert, diesen Weg zu gehen", sagte Petersen. Energie Cottbus erhielt für den Angreifer 2,8 Millionen Euro.

5,8 Millionen für 178 Zugänge

Nur 22 der bisherigen 178 Zweitliga-Neuzugänge kosteten eine Ablösesumme. Insgesamt investierten die Klubs rund 5,8 Millionen Euro, den teuersten Einkauf leistete sich dabei Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt - eine Million zahlten die Hessen für Verteidiger Gordon Schildenfeld an den österreichischen Meister Sturm Graz. Zudem überwiesen die Frankfurter jeweils 500. 000 Euro für Matthias Lehmann an den Ligakonkurrenten FC St. Pauli, für Constant Djakpa an Bayer Leverkusen und für Karim Matmour an Borussia Mönchengladbach.

Nicht zuletzt wegen dieser Transfers gehen die Frankfurter als Favorit ins Aufstiegsrennen. "Wir haben einen Etat von 19 Millionen Euro, andere vielleicht die Hälfte. Da ist es doch klar, dass wir uns dieser Rolle stellen müssen", sagte der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen der Frankfurter Rundschau. Durch den Verkauf von Ochs für drei Millionen Euro an Wolfsburg konnte sich die Eintracht sogar noch ein finanzielles Plus sichern.

Alemannia Aachen erlöste ebenfalls drei Millionen Euro. Die Aachener verkauften zwei ihrer Spieler für jeweils 1,5 Millionen: Marco Höger wechselte zum Champions-League-Halbfinalisten Schalke 04, Zoltan Stieber zum FSV Mainz 05. Die höchsten Einnahmen erzielte der VfL Bochum mit 4,8 Millionen Euro, gefolgt von der Eintracht, Aachen und Cottbus.

Quelle: SID/rüb

 
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