Fan-Attacke auf Schiedsrichter: DFB-Kontrollausschuss ermittelt gegen 1860
zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 - 13:32München (RPO). Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Dienstag Ermittlungen gegen den Zweitligisten TSV 1860 München eingeleitet. Zwei Anhänger des Klubs waren am Montagabend nach dem 0:1 gegen Rot Weiss Ahlen auf den Platz gerannt und hatten Schiedsrichter Markus Wingenbach (Diez) attackiert.
Ahlens Keeper Sascha Kirschstein wurde in der 50. Minute zudem aus der Löwenkurve von einem Feuerzeug am Kopf getroffen. "Meinem Kopf geht es gut. Mit solchen Schmerzen kann man gut nach Hause fahren", sagte der Keeper zwar, der obendrein auch noch gegen den Pfosten gerannt war.
"Das sind Kleinkriminelle", fasste Lienen die beiden Aktionen zerknirscht zusammen, und kündigte im Fall der Platzstürmer Redebedarf an: "Es darf nicht passieren, dass zwei Leute über den Zaun klettern und 50 Meter über den Platz laufen können."
Die Löwen, den eine empfindliche Strafe droht, bedauerten die Vorfälle in einer offiziellen Stellungnahme und kündigten an, gegen die beiden Randalierer ein dreijähriges Stadionverbot verhängen und sie für den möglichen Schaden in Regress nehmen zu wollen. Darüber hinaus werde man die Zahl der Sicherheitskräfte künftig erhöhen.
"Offensichtlich reichen 50 Sicherheitskräfte am Spielfeldrand nicht aus, um unkontrollierte Fanreaktionen zu verhindern", sagte 1860-Geschäftsführer Manfred Stoffers. Um die Schiedsrichter besser zu schützen, würden die Unparteiischen künftig vom Ordnungsdienst in die Kabine eskortiert.
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