MSV-Kapitän wünscht sich einen guten Start: Drsek: "Bin bei etwa 90 Prozent"
zuletzt aktualisiert: 24.07.2003 - 08:59Duisburg (rpo). Am 28. März hat Pavel Drsek die erste schwere Verletzung seiner Laufbahn erlitten. Der Achillessehnenriss im belgischen Westerlo hat den Tschechen getroffen wie der Blitz. Nach nur fünf Monaten Rehabilitation ist der kantige Abwehrspieler wieder da.
Frage: Hallo, Herr Drsek, wie geht’s?
Drsek: Ich fühle mich schon wieder ganz gut. Vor drei Wochen war ich noch so richtig unzufrieden und höchstens bei 50 Prozent, aber seitdem geht es steil bergauf.
Wie beurteilen Sie Ihr derzeitiges Leistungsvermögen?
Drsek: Ich bin bei etwa 90 Prozent.
Was fehlt noch?
Drsek: Es mangelt mir noch an Sprungkraft und Spritzigkeit, aber das ist nach einer solch schweren Verletzung ja normal. Nur fünf Wochen nach dem Unfall in Westerlo - das ist beachtlich kurze Zeit bis zur wieder hergestellten Fitness. Ich muss sagen, ich habe auch noch nie so hart gearbeitet. Beispielsweise mit Aquajogging, das ist unheimlich anstrengend. Aber mein Dank gilt auch jenen, die mir so sehr geholfen haben in schwerer Zeit.
In Rheinbach haben Sie schon die dritte Halbzeit gespielt.
Drsek: Ich bin diese Woche ja noch krank geschrieben, deshalb läuft auch dieser Einsatz noch unter der Rubrik eines Belastungstests.
Schaffen Sie es bis zum Saisonstart?
Drsek: Ich bin zuversichtlich, dass es klappt. Aber das wäre für mich kein Freibrief, schließlich stellt der Trainer die Mannschaft auf.
Apropos Mannschaft, ist sie stärker als die letzte?
Drsek: Ich muss den Verantwortlichen ein Kompliment machen, es sind gute Spieler geholt worden. Aber aus so vielen neuen Spielern eine Einheit zu machen, bedarf es gewiss einiges an Zeit. Wir werden zusammenwachsen müssen. Aber ich bin sicher, dass wir das auch schaffen.
Wie ist der Leistungsstand des Teams?
Drsek: Man hat beispielsweise in Wattenscheid gesehen, dass wir nach harter Arbeit in der Vorbereitung ziemlich platt waren. Aber das ist normal. Jetzt geht es in den beiden letzten Wochen vor dem Start an den Feinschliff. Ein guter Start wäre Gold wert für uns.
Von BERND BEMMANN
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