Eintracht Frankfurt - Wacker Burghausen 3:0 (1:0): Frankfurt macht den Aufstieg klar
zuletzt aktualisiert: 22.05.2005 - 17:14Frankfurt/Main (rpo). Eintracht Frankfurt ist der dritte Aufstieg nach 1999 und 2003 geglückt. Die Hessen besiegten am letzten Spieltag Wacker Burghausen mit 3:0 (1:0) und verteidigten ihren dritten Tabellenplatz vor Verfolger 1860 München, das mit 3:4 gegen Wacker Burghausen verlor, erfolgreich.
Benjamin Köhler (17.), Alexander Meier (66.) und Markus Beierle (90.) besiegelten vor 43.500 Zuschauern den 14. Sieg der Eintracht im 17. Heimspiel und sorgten mit ihren Treffern in der seit Wochen ausverkauften Arena für Gänsehautstimmung. Für Frankfurts Trainer Friedhelm Funkel, der bereits im März seinen auslaufenden Vertrag bis 2006 verlängert hatte, war es der insgesamt fünfte Aufstieg mit dem vierten Verein. Der 51 Jahre alte Rheinländer hatte bereits zweimal Bayer Uerdingen (1992 und 1994) sowie den MSV Duisburg (1996) und den 1. FC Köln (2003) ins Oberhaus geführt.
Gegen die bis dato auswärtsstärkste Mannschaft der 2. Liga dominierten die Frankfurter, die in der Winterpause noch einen Acht-Punkte-Rückstand auf Platz drei hatten und am 29. Spieltag erstmals auf einen Aufstiegsrang geklettert waren, von Beginn an die durchwachsene Partie. Der emsige Du-Ri Cha sorgte mit einem seiner schnellen Vorstöße für die Vorarbeit zur verdienten Führung, die Köhler mit einem unhaltbaren Schuss aus zwölf Metern besorgte.
Burghausen war allenfalls mit Weitschüssen durch Tom Geißler (12./44.) gefährlich. Für die Entscheidung sorgte Meier mit einem abgefälschten Freistoß. Bei der Eintracht überzeugten Cha, Köhler und Abwehrchef Chris. Geißler sowie Nico Herzig gefielen bei den Gästen, die ab der 37. Minute auf den verletzten Keeper Uwe Gospodarek verzichten mussten.
Unmittelbar nach dem Triumph begann in der WM-Arena die Aufstiegs-Party, die am Abend auf dem Frankfurter Römerberg fortgesetzt wurde. Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hatte bereits vor dem Saison-Finale angekündigt, den Etat in der ersten Liga auf 37 Millionen Euro aufstocken zu wollen. "In der Bundesliga hätten wir allein 14,5 Millionen Euro mehr an TV-Einnahmen. Ein weiteres Jahr in der zweiten Liga wäre ganz schwer geworden", sagte Bruchhagen, der mitverantwortlich dafür ist, dass aus der einst "launischen Diva" vom Main ein seriös wirtschaftender Klub wurde.
Drei Jahre, nachdem Anwalt Christoph Schickhardt die Lizenz für den Uefa-Cup-Sieger von 1980 erst vor dem Ständigen Schiedsgericht erstritten hatte, gab es die Teilnahmeberechtigung für die erste und zweite Liga in diesem Jahr ohne Auflagen und Bedingungen. "Das ist das Ergebnis unseres konsequenten Konsolidierungskurses", erklärte Finanz-Vorstand Thomas Pröckl.
Auch auf dem Transfermarkt will die Eintracht noch tätig werden. Während die Verpflichtung von Mittelfeldspieler Francisco Copado (SpVgg Unterhaching) nach dem Wiederaufstieg bereits fest steht, ist auch eine Rückkehr von Christoph Preuß vom VfL Bochum an den Main wahrscheinlich.
Frankfurt: Pröll - Husterer, Vasoski, Chris - Ochs, Jones (70. Cimen), Meier (85. Weissenberger), Wiedener - Cha, van Lent (82. Beierle), Köhler
Burghausen: Gospodarek (37. Kern) - Wiesinger, Hertl, Nico Herzig, Drescher - Vukovic (32. Oslislo), Fink (55. Kazior), Geißler, Schmidt - Krejci, Reisinger
Schiedsrichter: Dr. Merk (Kaiserslautern)
Tore: 1:0 Köhler (17.), 2:0 Meier (66.), 3:0 Beierle (90.)
Zuschauer: 43.500 (ausverkauft)
Beste Spieler: Cha, Köhler, Chris - Geißler, Nico Herzig
Rote Karten: keine
Gelb-Rote Karten: keine
Gelbe Karten: - Nico Herzig (5/2), Kazior (5/2)
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