Spannender Aufstiegskampf: Gedränge vor dem Bundesliga-Aufzug
zuletzt aktualisiert: 17.04.2008 - 14:34Leipzig (RPO). Borussia Mönchengladbach kann für die Bundesliga planen. Die "Fohlen" werden sich den Aufstieg mit derzeit sieben Punkten Vorsprung auf Rang vier nicht mehr nehmen lassen. Dahinter aber wird das Gedränge um einen Platz im Bundesliga-Aufzug eng. Fünf Mannschaften kämpfen um zwei Tickets für das Oberhaus. Nach dem 29. Spieltag liegen nur vier Punkte zwischen dem Zweitliga-Zweiten 1. FC Köln (50) und dem Sechsten SC Freiburg (46).
"Wir haben schlecht gespielt, aber das könnte ein sehr wichtiger Punkt Richtung Aufstieg werden", meinte Gladbachs Trainer Jos Luhukay. Der von ihm eingewechselte israelische Nationalstürmer Roberto Colautti sorgte mit einem Doppelpack für das überaus glückliche 2:2 nach 0:2-Rückstand bei Carl Zeiss Jena.
Neun Spiele in Folge ohne Niederlage, sieben Punkte Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz bei nur noch fünf Spielen - die "Fohlen" können nach den Patzern der Konkurrenz für die Bundesliga planen. "Gladbach ist vorn weg. Aber dahinter wird es es mit fünf Teams richtig spannend um die anderen zwei Aufstiegsplätze", analysierte Ralf Rangnick von 1899 Hoffenheim.
Beim 1. FC Köln ist nach der Schelte gegen Trainer Christoph Daum in der vergangenen Woche wieder etwas Ruhe eingekehrt. Das nie gefährdete 2:0 gegen Osnabrück und der Sprung auf Rang zwei soll den "Geißböcken" Auftrieb für die ausstehenden Spiele geben. Und einen Vorteil haben die Domstädter: In Hoffenheim und Mainz gastieren noch zwei direkte Konkurrenten im Rhein-Energie-Stadion. Sollte Köln diese beiden Spiele gewinnen, darf im kommenden Jahr wieder Bundesliga-Luft geschnuppert werden.
Obwohl sein Millionenteam auf dem Weg in die Bundesliga mit dem 1:3 beim FC St. Pauli die zweite Pleite in Folge kassierte, bleibt der Fußballehrer optimistisch: "Wir haben richtig klasse gespielt. Ich bin zuversichtlich für die letzten fünf Partien."
"Die haben richtig gut gespielt"
Hoffenheim ist mit 50 Punkten als Dritter weiter auf einen Aufstiegsplatz, und selbst Paulis Verteidiger Marcel Eger lobte den Verlierer: "Die haben richtig gut gespielt. Deshalb werden wir nach dem Sieg nicht nackt sackhüpfend durch Hamburg tanzen."
Nach Mainz 05 (49 Punkte) schöpfte auch die SpVgg Greuther Fürth (47 Punkte) mit dem 2:1 gegen Kickers Offenbach neue Aufstiegshoffnung. "Das war ein eminent wichtiger Sieg", meinte Trainer Bruno Labbadia. Bernd Nehrig (83.) sorgte per Foulelfmeter für die späte Entscheidung und perfekte Vorlage für das vorentscheidende Spiel am 28. April beim SC Freiburg (46 Punkte).
Die Breisgauer konnten auch beim 2:3 bei der TuS Koblenz ihre notorische Auswärtsschwäche nicht ablegen und sind seit dem 28. Oktober 2007 auf fremden Platz ohne Sieg. "Jetzt müsen wir versuchen, die restlichen Spiele zu gewinnen. Alles andere zählt nicht", meinte SC-Torschütze Andreas Glockner.
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