2. Bundesliga 16/17 2. Bundesliga
| 11.39 Uhr

Duisburg - Paderborn 1:0
Traum-Debüt: Chanturia schießt MSV zum ersten Sieg

Fotos: Duisburg - Paderborn: die Bilder des Spiels
Fotos: Duisburg - Paderborn: die Bilder des Spiels FOTO: dpa, rwe fdt
Duisburg. Geduld ist beim MSV Duisburg in diesen Tagen die meist strapazierte Fähigkeit. Verantwortliche und Anhänger des Zweitligisten sind im Warten geübt: Sei es auf die Rückkehr der vielen verletzten Spieler, auf Spielgenehmigungen neu verpflichteter Akteure oder auf den ersten Sieg der Saison. Das 1:0 gegen den SC Paderborn sorgte in Duisburg im zehnten Spiel aber für die Erlösung. Gino Lettieri sitzt nach dem ersten Erfolg wieder fester auf dem Trainerstuhl. Von Patrick Scherer

Lettieri musste im Duell des Zweitliga-Aufsteigers gegen den ebenfalls schlecht in die Saison gestarteten Bundesliga-Absteiger neben den Langzeitverletzten auch auf Dustin Bomheuer (komplizierter Nasenbeinbruch) und Enis Hajri (geschwollener Knöchel) verzichten. Immerhin standen Rolf Feltscher und James Holland nach abgesessenen Sperren wieder zur Verfügung. Mehr spielerische Klasse im Gegensatz zu den vorherigen Auftritten – als magere zwei Punkte in neun Spielen heraussprangen – brachten auch die Rückkehrer nicht ins Duisburger Spiel. Der einzige Lichtblick im ersten Durchgang war Zugang Victor Obinna, der erstmals in der Startelf der Gastgeber stand.

Obinna musste aufgrund seines Engagements vor einem Jahr bei Lokomotive Moskau sehr lange auf die Freigabe des russischen Verbandes warten. Auch beim neu verpflichteten Offensivakteur Giorgi Chanturia war Langmut gefragt. Der 22-jährige Georgier hatte Probleme, ein Arbeitsvisum zu bekommen. Diese konnte der MSV nun erwirken, Chanturia wurde zur zweiten Halbzeit eingewechselt – und bedankte sich auf seine Weise. In der Schlussphase setzte er sich im Strafraum durch und erzielte das 1:0 (81.). "Ich habe für den Trainer getroffen. Er ist ein sehr guter Trainer. Ich habe ihm schon vor dem Spiel gesagt, dass ich für ihn ein Tor erziele", erklärte Chanturia nach dem Match.

Obinna war es, der nach knapp einer halben Stunde allem Anschein nach genug vom uninspirierten Auftritt seiner Mannschaft gesehen hatte. Der Nigerianer schnappte sich den Ball, ließ zwei Paderborner Gegenspieler aussteigen und sein abgefälschter Schuss wurde zur Herausforderung für Lukas Kruse im Tor der Gäste. Wie dankbar die MSV-Anhänger derzeit für ein bisschen Unterhaltung sind, machte der überraschend frenetische Applaus nach dieser Situation deutlich. Zuvor hatte Paderborn den besseren Eindruck von zwei Teams gemacht, die sich in technischen Unzulänglichkeiten und Fehlpässen gegenseitig überboten. Obinnas Schuss war Auftakt zur besten Phase der ersten Hälfte. Kingsley Onuegbu, der den zweiten Sturmtank neben Obinna gab, hatte die größte Chance zur Führung. Dennis Grote spielte den 29-Jährigen mustergültig frei, doch Onuegbu schob den Ball freistehend neben das Tor.

Auch nach der Pause vergab Obinna frei vor dem Tor. Dann rettete MSV-Abwehrspieler Meißner nach einem Quali-Schuss auf der Torlinie, ehe Chanturia den erlösenden Sieg sicherte.

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