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+++ Live-Ticker zum DFB-Urteil +++: Hertha legt Berufung ein
VON FALK JANNING UND ANTJE REHSE - zuletzt aktualisiert: 21.05.2012 - 16:19Frankfurt/Main (RPO). Das unter skandalösen Umständen beendete Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2:2) wird nicht wiederholt. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies den Einspruch der Berliner gegen die Spielwertung am Montag in Frankfurt/Main ab.
Laut erster Instanz ist die Hertha damit nach dem 1:2 im Hinspiel aus der Bundesliga abgestiegen. Allerdings besteht für die Hertha noch die Möglichkeit, das DFB-Bundesgericht anzurufen.
Unser Mitarbeiter Falk Janning war während der Urteilsbegründung vor Ort.
Die hektische Partie war von Schiedsrichter Wolfgang Stark in der Nachspielzeit für 21 Minuten unterbrochen worden, nachdem Düsseldorfer Fans kurz vor dem Abpfiff auf den Rasen gestürmt waren. Das DFB-Sportgericht hatte sich am Freitag nach seiner ersten sechseinhalbstündigen Verhandlung auf den heutigen Montag vertagt. Experten gingen danach davon aus, dass es nicht zu dem von den Berlinern angestrebten Wiederholungsspiel kommen wird. Stark war von Hertha-Profis nach der Partie tätlich angegriffen worden.
+++ 16.18 Uhr +++ Fortuna-Präsident Peter Frymuth: "Ich bin erleichtert und froh, dass die Spielwertung, so wie ausgetragen, bestehenbleibt. Für mich war für das Urteil die Klarheit der Schiedsrichteraussagen entscheidend. Aus unserer Sicht ist dieses Urteil gerecht."
+++ 16.07 Uhr +++ " Ich habe noch noch nie von einem positiv besetzten Platzsturm gehört, wie das der Richter gesagt hat. Die ersten Fans, die auf den Platz geklettert kamen, waren sicher nicht Mütter mit ihren KIindern. Wir können nicht von einem regulären Spiel sprechen. Hertha wird aus diesem Grund gegen das Urteil Berufung einlegen."
+++ 16.06 Uhr +++ Auch der Berliner Rechtsanwalt Christoph Schickhardt betont die Worte des Richters zum Versagen des Düsseldorfer Ordnungsdienstes. "Wir haben vom Richter gehört, dass der Ordnungsdienst versagt hat. Wir haben Anspruch auf ein faires Spiel."
+++ 16.03 Uhr +++ Paul Jäger nach der Urteilsverkündung in Frankfurt: "Das war ein hartes Urteil vom Richter, dass unser Ordnungsdienst versagt hat. Die haben sich wohl zu sehr mitgefreut. Das sind Dinge, das müssen wir abstellen. Der Ordnungsdienst hat immer kompetent gearbeitet, nur bei den beiden Platzstürmen gegen Duisburg und Hertha waren die überfordert. Das müssen sie lernen."
+++ 15.52 Uhr +++ Damit geht der Fall nun also vor das DFB-Bundesgericht.
+++ 15.51 Uhr +++ Das kommt nicht überraschend. Schon vor der Urteilsverkündung hatte sich der Verein in dieser Hinsicht klar positioniert.
+++ 15.50 Uhr +++ Hertha-Anwalt Christoph Schickhardt kündigt an, dass Hertha definitv Berufung einlegen wird.
+++ 15.34 Uhr +++ Das war die Urteilsbegründung. Hertha hat nun 24 Stunden Zeit, Berufung einzulegen.
+++ 15.32 Uhr +++ "Eine Anmerkung: Herr Jäger, es steht fest, dass der Ordnungsdienst komplett versagt hat. Bundesligatauglichkeit muss auf dem Platz nachgewiesen werden, aber auch im Umfeld. Ich habe den Eindruck, dass Fortuna da erheblich nachzubessern hat. Sie müssen damit rechnen, dass in den nächsten Wochen eine erhebliche Strafe auf den Verein zukommen könnte."
+++ 15.31 Uhr +++ "Aufgrund dieser Erwägungen stellen wir fest, dass ein Einspruchsgrund nicht vorliegt und der Einspruch als unbegründet zurückzuweisen war."
+++ 15.30 Uhr +++ "Dann kann jeder schwarze Spieler, der während des Spiels beleidigt wird und dann den Ball nicht mehr trifft, auf ein Wiederholunsspiel pochen"
+++ 15.29 Uhr +++ " Wenn wir sagen würden, auch bei psychischer Beeinspruchung wird ein Spiel wiederholt... So weit kann es nicht gehen"
+++ 15.28 Uhr +++ "Davon, dass hier Berliner Spieler unter außerordentlicher Angst gelitten haben, haben wir uns nicht überzeugen können. Es ist keiner von den Spielern von den euphorisierten Düsseldorfer Fans angegriffen worden. Wäre das der Fall gewesen, hätte der Einspruch Erfolg gehabt. Wäre das Spiel abgebrochen worden, hätte das Spiel ebenfalls wiederholt werden müssen."
+++ 15.25 Uhr +++ Lorenz: "Es stellt sich die Frage, ob auch psychische Schwächung eine Schwächung bedeutet. Man hat an uns appelliert, die Rechtssprechung weiterzuentwickeln."
+++ 15.24 Uhr +++ "Stark hat dreimal unterbrochen, das waren Tatsachenentscheidungen. Den guten Kritiken in der Presse über seine Leistung schließen wir uns an."
+++ 15.22 Uhr +++ Der Richter zur rechtlichen Beurteilung. Grundsätzlich gilt: Spiele werden auf dem Platz entschieden. Ein Einspruch kann dann Erfolg haben, wenn bei einer Mannschaft ein nicht berechtigter oder gedopter Spieler dabei war oder der Schiedsrichter einen Regelverstoß begangen hat. Wir haben keinen Regelverstoß festsstellen können.
+++ 15.21 Uhr +++ Der Richter spricht jetzt über den Einspruch und den Antrag der Fortuna zur Verwerfung des Einspruches.
+++ 15.20 Uhr +++ "Wir haben gehört, dass der Schiedsrichter verbal und tätlich von den Berliner Spielern angegriffen worden ist, ohne dass wir jetzt weiter darauf eingehen werden. Der Sachverhalt beruht auf den Zeugenaussagen."
+++ 15.19 Uhr +++ Der Schiedsrichter fällte die Entscheidung, dass weitergespielt wird, nachdem er sich vergewissert hatte, dass das Spielfeld frei ist."
+++ 15.12 Uhr +++ "Eine Entscheidung für Hertha von existentieller Bedeutung, vielleicht noch existentieller als der Abstieg von vor zwei Jahren."
+++ 15.11 Uhr +++ Lorenz weiter: "Auch wenn der Einspruch von Hertha keinen Erfolg gehabt hat, sagen wir, wir haben Verständnis dafür, dass der Verein nach dem letzten Strohhalm gegriffen hat.
+++ 15.10 Uhr +++ Richter Lorenz: "Ich kann mich nicht erinnern, dass ich über ein Urteil von solcher Tragweite zu entscheiden hatte. Das war eine schwierige Entscheidung für uns."
+++ 15.09 Uhr +++ Der Hertha-Protest wird abgewiesen!
+++ 15.07 Uhr +++ Es geht los...
+++ 15.03 Uhr +++ Die Urteilsverkündung verschiebt sich um einige Minuten. Eigentlich wollte der Vorsitzende Hans E. Lorenz das Urteil um 15 Uhr bekannt geben.
+++ 15.02 Uhr +++ Die Spannung steigt: Aber ohne Richter kein Urteil....
+++ 14.57 Uhr +++ Die Parteien warten im Verhandlungsraum auf den Vorsitzenden Richter Hans E. Lorenz.
+++ 14.54 Uhr +++ Sie werden begleitet von ihrem Rechtsanwalt Christoph Schickhardt.
+++ 14.50 Uhr +++ Die Hertha-Delegation mit Manager Michael Preetz und Präsident Werner Gegenbauer ist eingetroffen.
+++ 14.47 Uhr +++ Das erste Urteil ist gefällt: Der Hirschkäfer darf leben. Wartende Journalisten haben das Insekt auf einer Treppe gefunden und bringen es in ein angrenzendes Waldstück.
+++ 14.45 Uhr +++ Noch 15 Minuten und noch immer kein Richter und kein Hertha-Vertreter in Sicht. Im Sepp-Herberger-Tagungsraum, wo das Urteil verkündet worden, steht eine Kamera neben der anderen.
+++ 14.36 Uhr +++ Von den Hertha-Verantwortlichen hat sich noch niemand sehen lassen. Am Freitag war der Hauptstadt-Klub mit einer großen Delegation angereist, zahlreiche Spieler hatten als Zeugen ausgesagt. Heute wird die Hertha-Gruppe deutlich kleiner sein.
+++ 14.25 Uhr +++ Paul Jäger wartet entspannt im Foyer der DFB-Zentrale. Der Fortuna-Geschäftsführer ist offenbar guter Dinge.
+++ 14.15 Uhr +++ Beim DFB-Bundesgericht wäre dann Chefjustiziar Goetz Eilers der Vorsitzende Richter.
+++ 14.14 Uhr +++ Beide Vereine hätten nach der Urteilsverkündung 24 Stunden Zeit, um Berufung einzulegen.
+++ 14.11 Uhr +++ Unter Experten gilt es als wenig wahrscheinlich, dass der Hertha-Protest erfolgreich sein wird. Allerdings könnten die Berliner im Falle eines Misserfolgs noch vor das DFB-Bundesgericht ziehen.
+++ 14.00 Uhr +++ Die Spannung steigt. Noch eine Stunde bis zur Urteilsverkündung. Doch noch ist alles ruhig in Frankfurt.
+++ 13.38 Uhr +++ Vor der DFB-Zentrale warten zahlreiche Kamerateams, die sich sofort auf die Verantwortlichen stürzen, die nach und nach eintreffen.
+++ 13.28 Uhr +++ Paul Jäger kommt an der DFB-Zentrale an. Der Fortuna-Geschäftsführer ist mit dem Zug angereist.
+++ 13.08 Uhr +++ Der Sepp-Herberger-Tagungsraum, in dem heute verhandelt wird, ist noch leer. Auf einem runden Tisch sind Getränke und Kekse aufgebaut.
+++ 13.04 Uhr +++ Ankunft an der DFB-Zentrale, es herrscht noch die Ruhe vor dem Sturm. Ein paar Fernseh-Journalisten stehen vor dem Gebäude.
Quelle: can/dpa/can/areh/csi
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