Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
           
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Rheinische Post Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Abstieg in die 3. Liga: Karlsruhe nach Abstieg und Randalen am Boden

zuletzt aktualisiert: 15.05.2012 - 17:57

Der Karlsruher SC liegt nach dem Abstieg in die 3. Liga und den schweren Krawallen am Boden. Wie es mit dem Gründungsmitglied der Bundesliga weitergeht, ist völlig offen.

Als Klubchef Ingo Wellenreuther kurz vor Mitternacht an den Fenstern der Geschäftsstelle eingeschlossen und ohnmächtig die schweren Krawalle mitansehen musste, lag der einst so ruhmreiche Karlsruher SC endgültig am Boden. "Dieser Tiefschlag trifft uns bis ins Mark", sagte der KSC-Präsident nach dem Abstieg des Gründungsmitglieds der Bundesliga in die 3. Liga. Derzeit ist völlig offen, wie es mit dem Europacup-Halbfinalisten von 1994, der vor zwölf Jahren schon einmal den Weg in die Drittklassigkeit antreten musste, weitergeht.

"Ich habe nie geglaubt, dass das passieren kann. Das ist sehr bitter - auch für mich persönlich", sagte Sportchef Oliver Kreuzer nach dem 2:2 (1:1) im Relegationsrückspiel gegen Jahn Regensburg unter Tränen: "Die Mannschaft wird es in der Form nicht mehr geben. Es haben nur drei Spieler Vertrag für die 3. Liga. Wir haben keinen Plan B. Ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht. Jetzt müssen wir die Köpfe zusammenstecken."

Seinen Kopf musste Kreuzer, dessen Verbleib bei den Badenern mehr als fraglich ist, schon am Montagabend hinhalten. Erst als der frühere Profi und einige aktuelle Spieler das Gespräch mit den Randalierern suchten, beruhigte sich die angespannte Lage. "Die Fans mussten so viel leiden in der ganzen Saison, weil wir so einen Mist zusammengespielt haben. Da ist es fast menschlich, dass sich die Aggressionen entladen", sagte Kreuzer.

76 Verletzte bei Randalen

Als der Manager das sagte, hatte er allerdings noch keine Ahnung vom Ausmaß der Ausschreitungen, an denen mehrere Hundert Randalierer beteiligt waren. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt 76 Personen verletzt, davon 18 Beamte. 73 Verletzte mussten von Sanitätern behandelt werden. 109 Krawallmacher wurden in Gewahrsam genommen und nach Feststellung der Personalien wieder entlassen. Es kam auch zu vereinzelten Festnahmen. Den Festgenommenen drohen Anzeigen wegen Körperverletzung und Landfriedensbruch.

Wellenreuther zeigte sich auch am Tag danach geschockt und forderte eine rasche Aufklärung der Ereignisse. "Dieses Verhalten ist bei aller Enttäuschung über den Abstieg nicht akzeptabel. Wir sind seitens des Vereins dabei, hier alles unsererseits dafür zu tun, dass die entsprechenden Personen ermittelt werden", sagte der KSC-Boss und fügte an: "Mit solchen Übergriffen wird dem Ansehen des Vereins und dem Großteil seiner Fans, die den Verein friedlich unterstützen, massiv geschadet."

Die Szenen rund um das Wildparkstadion könnten auch Wellenreuther noch einmal einholen. Schließlich will der CDU-Bundestagsabgeordnete nicht nur im Oktober erneut zum Klubchef gewählt werden, der 52-Jährige tritt im Dezember auch bei der Wahl zum Oberbürgermeister an. Ein Abstieg und darauffolgende Randale sind für beide Abstimmungen nicht die besten Visitenkarten.

Dennoch zeigte sich Wellenreuther kämpferisch. "Wir werden alles dafür tun, damit wir nur ein Jahr in der 3. Liga spielen müssen", sagte er. Allerdings muss die Mission "sofortiger Wiederaufstieg" mit einem deutlich geringeren Budget als bisher angegangen werden. Der Etat wird um knapp die Hälfte von 7,5 Millionen Euro auf rund 4 Millionen Euro reduziert. Ohne das Geld des Industriellen und Vize-Präsidenten Günter Pilarski, der angeblich seit dem vergangenen Jahr fünf Millionen Euro in den Verein gepumpt haben soll, wird es wohl auch in Zukunft nicht gehen.

"Uns erwarten intensive Wochen", sagte Trainer Markus Kauczinski, der als großer Hoffnungsträger gilt: "Wir werden uns sammeln und dann mit den Planungen für die 3. Liga beginnen. Wir haben bereits im Vorfeld Spieler für beide Ligen angesprochen. Nun gilt es, eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen."

Quelle: sid
Mehr zu den Themen dieses Artikels

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung. Beachten Sie
dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Fortuna verpflichtet Australier Halloran

Fortuna Düsseldorf

Fortuna verpflichtet Australier Halloran

Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf hat den zweiten Transfer für die kommende Saison perfekt gemacht. Der Australier Ben Halloran wechse ... mehr 

MSV rettet sich wohl ins nächste Jahr

MSV Duisburg

MSV rettet sich wohl ins nächste Jahr

Von einem "Sterben auf Raten" war hinter vorgehaltener Hand zu hören. Der MSV Duisburg will ... mehr 

Videos

Video

Vorgestellt: Nashorn Kibibi aus dem Krefelder Zoo

Kibibi ist zwei Jahre alt und lebt im Krefelder Zoo. Doch lange kann sie dort nicht mehr bleiben, denn ihre Mutter ist erneut schwanger. ... mehr 

BVB muss ohne Götze gegen FC Bayern ran

Mario Götze muss auf das Champions-League-Finale in London gegen den FC Bayern verzichten. Alle Hoffnungen der Dortmunder auf eine ... mehr 

Auf einen Blick
Bilderserien zur 2. Bundesliga
Das ist Nils Petersen
Das ist Nils Petersen
Wir stellen Ihnen Nils Petersen vor. mehr 
 
Das ist Nils Petersen
Das ist Nils Petersen
Wir stellen Ihnen Nils Petersen vor.
mehr 
2. Bundesliga 12/13: Ingolstadt - Köln
2. Bundesliga 12/13: Ingolstadt - Köln
Sehen Sie die Bilder des Spiels.
mehr 
2. Bundesliga 12/13: Sandhausen - Aue
2. Bundesliga 12/13: Sandhausen - Aue
Sehen Sie die Bilder des Spiels.
mehr 
2. Bundesliga 12/13: MSV - Paderborn
2. Bundesliga 12/13: MSV - Paderborn
Sehen Sie die Bilder des Spiels.
mehr 
 
Anzeige
OFM

OFM

Online Fußball Manager

Übernehmen Sie ein Team in der Kreisklasse & führen Sie es zu Weltruhm! mehr 

MEHR

Hertha scheitert auch vor DFB-Bundesgericht

Fortunas Aufstieg hat Bestand

Das unter skandalösen Umständen beendete Relegationsrückspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC (2:2) wird nicht wiederholt. Das Bundesgericht des DFB wies den Einspruch der Berliner gegen die Spielwertung ab. VON Bernd Jolitz und Falk Janning  mehr

 

LIVE: Entscheidung über Fortuna

Hertha-Einspruch zurückgewiesen

 
 

Nach Niederlage vor DFB-Bundesgericht

Hertha prüft weiteren Einspruch

 
 
Jetzt Fan werden!

Werden Sie jetzt Facebook-Fan von RP ONLINE und verpassen Sie keine News mehr.

Jetzt Facebook-Fan werden von RP ONLINE