Kampf um Stammplätze geht weiter: MSV vor wichtigem Test gegen Frankfurt
VON HERMANN KEWITZ - zuletzt aktualisiert: 29.07.2006 - 11:30Duisburg (RP). Wovon Rudi Bommer gern spricht: Von der wiedergefundenen Spitzigkeit seiner Mannschaft, wie engagiert es beim Training zur Sache geht, wie sehr die Talente Kai Koitka, Adam Bodzek, Markus Neumayr und Nils-Ole Book die etablierten Spieler unter Konkurrenzdruck setzen.
Kurz gesagt, der Coach der Zebras setzt das Sportliche weit nach oben auf die Tagesordnung. Muss er ja auch. Am morgigen Sonntag spielt sein Team um 17 Uhr in der MSV-Arena einen wichtigen Test gegen die Frankfurter Eintracht.
Wunderbare Geschichten lassen sich um den Gegner stricken. Von den schönen Erinnerungen Funkels an die besten Tage der Zebras unter seiner Regie. Vom Spiel, das 2005 den Aufstieg brachte. Von der 2:5-Niederlage in Frankfurt 2006, die erkennen ließ, dass kein Weg am Abstieg vorbei führte. Wirklich ein fein gearbeiteter Rahmen für eine Partie in aller Freundschaft.
Auch ganz aktuell lässt sich das Spiel mit einigem Inhalt aufladen. Exakt zwei Wochen vor dem Saisonstart gegen den TuS Koblenz erhofft man sich mehr als nur Fingerzeige: Wie läuft denn so das Zebra? Wer hat beste Chancen auf einen Stammplatz? Auch könnte man sich fragen, welcher Baufortschritt nach den Bleischwere-Beine-Spielen gegen Magdeburg (0:2) und die Dinslakener Stadtauswahl (3:0) erzielt worden ist.
Wie sieht es mit Nils-Ole Book aus, der die Freigabe hat und zum ersten Mal außerhalb des Trainingsplatzes sein Talent beweisen kann. Im Kader wird der 20-Jährige sein. Ob er auch spielt. Bommer sagt: „Mal sehen.“ Mit Sicherheit fehlen Markus Daun, der sich mit einer angebrochenen Rippe herumplagt, und Klemen Lavric, den es im Knie zwickt.
Was aber interessiert den sportfreudigen und fußballinteressierten Duisburger vielleicht noch ein wenig mehr als die morgige Partie in der MSV-Arena statt dessen? Ob Georg Koch nach den Tagen des Theaterdonners um die abgesagte Vertragsverlängerung und das Angebot eines kurzfristigen Abschieds zwischen den Pfosten steht. „Georg Koch bleibt der Kapitän“, sagt Rudi Bommer. Ein gutes Zeichen? Zumindest kein Schlechtes!
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