Skandal in der 2. Bundesliga: Naki provoziert Fans mit beleidigender Geste
zuletzt aktualisiert: 03.11.2009 - 11:21Rostock (RPO). Jetzt droht Deniz Naki der große Ärger. Der Profi des FC St. Pauli hat im Montagsspiel der 2. Bundesliga die Fans von Hansa Rostock provoziert. Nach seinem Treffer drehte er sich Richtung Heimfans und strich sich mit dem Daumen unmissverständlich über die Kehle.
Eine unfassbare Geste, die die ohnehin geladene Stimmung auf den Rängen verschärfte. Schon nach dem Tor zum 1:0 wurden im Gästeblock Feuerwerkskörper gezündet, sodass die Partie einige Minuten unterbrochen werden musste. Nach dem Spiel kam es dann zu Straßenschlachten mit der Polizei.
Hansas Trainer Andreas Zachhuber sagte anschließend: "Was sich dieser Schnösel herausnimmt, ist eine Unverschämtheit. So etwas gehört sich einfach nicht." St. Paulis Trainer Holger Stanislawski drohte umgehend mit Konsequenzen: "Darüber wird zu reden sein. Das geht nicht!"
Das wird wohl auch der Kontrollausschuss des DFB so sehen. Dieser leitete gegen den St.-Pauli-Stürmer ein Ermittlungsverfahren ein. Der Profi steht unter dringendem Verdacht, sich eines krass sportwidrigen Verhaltens schuldig gemacht zu haben.
Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) sagte dem DFB-Kontrollausschuss, er habe diese Geste nicht gesehen. Deshalb ermittelt der Kontrollausschuss, der Naki zu einer zeitnahen Stellungnahme aufforderte, nun nachträglich.
St. Pauli kam in einer kampfbetonten Begegnung vor 21.500 Zuschauern bei Hansa Rostock durch ein sehenswertes Freistoßtor von Lehmann (77.) und den Treffer von Naki (84.) zu einem 2:0 (0:0)-Erfolg und verdrängte Aufsteiger Union Berlin wieder von Relegationsplatz drei. Rostock steckt nach der dritten Niederlage in Folge im unteren Tabellendrittel fest.
Die befürchteten Ausschreitungen blieben bis zum Anpfiff aus. Vier Festnahmen und ein durch einen Flaschenwurf leicht verletzter Kameramann lautete die Zwischenbilanz.
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